Pressemitteilung von Die PARTEI Ortsverband Stutensee

Ab etwa 1670er setzte eine Fluchtwelle von etwa einer Viertelmillion Hugenotten aus Frankreich in die protestantisch dominierten Gebiete in Europas ein. (In Spöck lebten zu der Zeit rund 20 Menschen.) Die Hugenotten flohen vor Verfolgung und Gewalt (Hugenottenkriege).

Den aus ihrer Heimat Geflohenen bzw. Vertriebenen ermöglichte Markgraf Friedrich Magnus von Baden-Durlach gerne sich in Welschneureut, Friedrichstal und Palmbach anzusiedeln. Um ihre Ansiedlung zu fördern und zu erleichtern, gab es für die Neuankömmlinge zeitlich befristete Steuerbefreiungen und weitere Vergünstigungen und Unterstützung bei der Ansiedlung durch Bereitstellung von Baustoffen.  Dies förderte die Integration in die heimische Bevölkerung nicht. Neid und Mißgunst waren verbreitet.  Zudem sprachen die Ausländer auch noch französisch, hatten andere Bräuche, andere Kultur, anderes Essen, aßen Knoblauch,…  .  Allerdings mussten sich die Bewohner fügen. Die Hugenotten in Friedrichstal stellten sich im Laufe der Zeit als große Bereicherung heraus (z.B. Tabakanbau.

Bereits wenige Generationen später – im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 – kämpften die Flüchtlingsnachkommen als Deutsche für ihre neue Heimat. Friedrichstal ist ein Beispiel dafür, wie Integration funktioniert. Früher hießen die „Asylanten“ Gorenflo, Calmez, Barie, Borell, Herlan, Giraud, Hornung, oder Lacroix. Heute eben ein bisschen anders.

Wir als die PARTEI Stutensee sagen: Daumen hoch Stutensee. Erinnert euch eurer Geschichte und seid nicht so borniert und vernagelt im Kopf wie manche „Patrioten“. Wenn euch einer dieser neuen Flüchtlinge begegnet, dann nickt ihm freundlich zu und sagt „Hallo“.

Quelle: Die PARTEI Ortsverband Stutensee

Bildquellen

  • Friedrichsthal 1795: Dieter H. Hengst
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