Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

In der Gemeinderatssitzung am Montag wurde Sylvia Tröger zur neuen Bürgermeisterin von Stutensee gewählt (wir berichteten).

meinstutensee.de hat ihr im Anschluss ein paar Fragen gestellt:

meinstutensee.de: Frau Tröger, herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Warum haben Sie sich in Stutensee beworben?

Sylvia Tröger: Mein beruflicher Werdegang ist verbunden mit der Arbeit als Architektin im öffentlichen Bereich und es war frühzeitig  in meinem  Interesse, mich mit dem „öffentlichen Bauen“ auseinanderzusetzen und auch gern kommunal zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Durch meine Funktion als Amtsleiterin für Gebäudemanagement beim Landkreis Karlsruhe besteht seit langem eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Stutensee. Diese intensivierte sich auch noch durch das Thema der Flüchtlingsunterbringung. So lernte ich die Stadt mit ihren Ortsteilen noch genauer kennen und verfolgte auch die Ausrichtung und Entwicklung von Stutensee.

Durch die Lage in der Technologieregion Karlsruhe hat Stutensee ein sehr großes Potential in der weiteren Entwicklung und hat auch gute Voraussetzungen schon geschaffen, wie zum Beispiel die Zertifizierung als Familienbewusste Kommune Plus. Dies zukünftig mit zu gestalten und zu fördern und die Stadt als attraktiven Standort weiterzuentwickeln hat mich veranlasst, mich für die Position zu bewerben.

Werden Sie nach Ihrem Amtsantritt im Dezernat alles umkrempeln?

Ich werde mir ein Bild machen von den vorhandenen Strukturen und Abläufen. Dafür bedarf es etwas Zeit. Wie in meinem Vortrag erwähnt ist eine gute und sinnvolle Struktur in der Verwaltung ein wichtiger Aspekt für Qualität und professionelles Handeln. Falls nach meiner Meinung Anpassungen notwendig sind, werden wir das zusammen mit den zuständigen Gremien besprechen und erörtern. Eventuell gibt es ja auch schon Vorstellungen aus dem Dezernat selbst heraus, von den Kolleginnen und Kollegen oder auch seitens des Gemeinderates. Dafür bin ich natürlich offen. Letztlich benötigt man für solche Prozesse alle Beteiligte und muss den gemeinsam gehen.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung in dem Amt?

Nun, niemand wird als Bürgermeisterin geboren. Es wird eine ganze Reihe von neuen Anforderungen und Aufgaben geben für mich in dieser Position. Mein Fazit ist schon immer „Man wächst an seinen Herausforderungen“.

Thematisch gesehen wird meiner Meinung nach das Thema der zukünftigen Stadtplanung verbunden mit dem Thema des weiteren Ausbaus der Infrastruktur von großer Bedeutung sein. Auch das Thema des Wohnungsbaus und des bezahlbaren Wohnraumes wird eine  Herausforderung. Und es stehen große Projekte an, wie unter anderem der Neubau des Hallenbades oder der Bau einer neuen Mehrzweckhalle in Staffort.

Also viel zu tun….

Was ist ihr bisheriger Eindruck von Stutensee?

Ich habe einen sehr guten Eindruck von Stutensee. Für mich sind es die Menschen, die eine Stadt ausmachen. Bisher hatte ich so viel gute und offene Begegnungen,  sodass ich mich auf alles weitere, was kommt, freue.

Planen Sie, irgendwann nach Stutensee zu ziehen?

Mein Lebensmittelpunkt zusammen mit meiner Familie ist Karlsruhe und wir fühlen uns da auch sehr wohl. Meine Tochter geht hier auf das Gymnasium und wir sind natürlich auch gut vernetzt in der Stadt. Im ersten Schritt möchte ich in der neuen Position ankommen und man wird sehen wie es weiter geht. Grundsätzlich ist die Stadt Stutensee für mich so attraktiv, dass ich mir natürlich auch vorstellen kann da zu leben.

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen, Frau Tröger!

Bildquellen

  • Sylvia Tröger: Landratsamt Karlsruhe
Werbung