In Spöck sollen älteren Menschen bedarfsgerechte Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden. Ein entsprechendes Vorhaben war im Herbst 2023 gescheitert, nun unternimmt die Stadtverwaltung mit einstimmiger Unterstützung des Gemeinderats einen neuen Anlauf.
Auf einem städtischen Grundstück im Spöcker Neubaugebiet “Vierundzwanzigmorgenäcker” sollen Wohnmöglichkeiten für Senior:innen geschaffen werden. Nach dem Scheitern eines ersten Anlaufs vor zwei Jahren, sieht die Stadtverwaltung Hindernisse insbesondere durch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die hohen Bau- und Finanzierungskosten sowie den Fachkräftemangel.
Eine Möglichkeit sei, abzuwarten und die Marktlage zu beobachten. Eine andere wäre die Anpassung der Kriterien, nach denen das Grundstück an einen Investor vergeben wird, um diesem mehr Spielraum zu geben.
Der Gemeinderat entschied sich für die zweite Möglichkeit und beschloss in seiner Juni-Sitzung, zeitnah einen neuen Anlauf zu unternehmen. “Die Spöcker warten darauf”, machte Ortsvorsteher Jürgen Feth deutlich.
Auf Beschluss des Spöcker Ortschaftsrats sollen betreute Wohngruppen, ein großzügiges Angebot an Tagespflegeplätzen sowie an betreutem Wohnen in Miete und Eigentum Teil des Vorhabens sein. Auch “klassische” Pflegeplätze seien möglich, jedoch soll ein reines Pflegeheim ausgeschlossen werden. Das entspreche den Wünschen aus der Bürgerbeteiligung, so der Ortsvorsteher. Beim letzten Vergabeverfahren hatte die Stadtverwaltung ab 2020 einen mehrstufigen Wettbewerbsprozess durchgeführt.
Der Gemeinderat beschloss das Vorgehen einstimmig. Die Stadtverwaltung wird eine Kanzlei beauftragen, die Ausschreibungsunterlagen auszuarbeiten. Bei der Vermarktung des städtischen Grundstücks sollen die genannten Bedingungen zugrunde gelegt werden.

forum Kommentare