Nutzen und Gefahren künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz - Vortrag im Begegnungszentrum Spöck

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 27.07.2025 14:53 | Keine Kommentare

Was ist künstliche Intelligenz? Wie formuliert man einen sogenannten Prompt? Wo liegen die Gefahren der digitalen Assistenten? Vergangenen Donnerstag informierte eine Referentin der Verbraucherzentrale im Zukunftshaus darüber.

Etwa zwanzig, überwiegend ältere Personen waren in das Spöcker Begegnungszentrum gekommen, um sich über künstliche Intelligenz zu informieren. Clara Hilgemann, Juristin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erläuterte etwa anderthalb Stunden lang Wissenswertes zu der modernen Technik.

Künstliche Intelligenz sei nicht nur ein Eingabefeld für Befehle, sondern komme auch schon seit Jahren in Anwendungen oder Gerätschaften zum Einsatz, seien es Staubsaugerroboter, Navigationsgeräte oder Bilddatenbanken, die ermöglichen, nach Fotos mit bestimmten Motiven zu suchen.

Zur Sprache kamen bei dem Vortrag aber auch die Probleme und Gefahren von künstlicher Intelligenz. So könnten Antworten einfach falsch sein, weil die Systeme wahre und falsche Inhalte nicht auseinanderhalten können oder sie falsch interpretieren. Generell habe die Technik keine Gefühle oder Empathie und könne Gut und Böse nicht unterscheiden, so Hilgemann. Problematisch seien auch das Thema Urheberrecht sowie der Klimaschutz. Für den Betrieb der künstlichen Intelligenzen würden immer mehr Rechenzentren mit hohem Strombedarf benötigt, Tendenz steigend.

Am Ende ging es dann auch in die Praxis am Beispiel von ChatGPT. Hier zeigte sich, dass einige Teilnehmer:innen bereits Vorwissen und und bereits eigene Erfahrungen gesammelt hatten. Beispielsweise unterscheide sich die Antwort von ChatGPT auf dieselbe Frage je nach verwendetem Gerät oder Nutzerkonto.

Die aus dem Publikum genannten Beispielfragen an den Chatbot zeigten das kritische Herangehen. “Berauben wir uns unserer Fähigkeiten durch die Nutzung von KI?” wollte eine Teilnehmerin wissen. ChatGPT beantwortete dies offen, ließ aber nicht unerwähnt, dass die Nutzung auch Vorteile habe, die das Leben der Menschen bereichen könne.

Selbst auf die Frage, ob ChatGPT Alternativen mit höherem Datenschutz nennen könne, war sich das System nicht zu schade, auch Konkurrenzprodukte zu nennen wie DeepL oder Perplexity.

Das “Zukunftshaus Stutensee” unter Leitung von Daniela Schuh mit Sitz im Spöcker Begegnungszentrum Regenbogen bietet regelmäßig eine Digitalsprechstunde als Einzelberatung sowie ein digitales Seniorenkaffee an. Der nächste Vortragsabend ist bereits geplant: Am 16. Oktober wird wieder Referentin Clara Hilgemann zu Gast sein und über “Algorithmen in den einzelnen Lebensbereichen” sprechen. Im Kern gehe es darum, wie Algorithmen Daten auswerten und der Mensch dadurch “gläsern” werden kann – und was man dagegen tun kann.

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