Zum zwanzigsten Mal Bigbands am Schloss

Peter Hirschinger eröffnet die Veranstaltung mit der Bigband des Landratsamts

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 08.07.2025 21:08 | Keine Kommentare

Zum zwanzigsten Mal waren vergangenen Sonntag vor Schloss Stutensee die mitreißenden Klänge von Bigbands zu hören. “Swing’in’ Stutensee” lockte viele Besucherinnen und Besucher auf die Wiese vor der Bühne. Wie schon in den vergangenen Jahren öffnete auch die Jugendeinrichtung ihre Türen. Allerdings zum vorerst letzten Mal.

Erneut hatte das ehrenamtliche Team um Peter Hirschinger drei Bands nach Stutensee eingeladen, zum zwanzigsten Mal seit 2003 – zweimal unterbrochen durch Corona.

Immer dabei ist die Bigband des Landratsamts Karlsruhe. “Das Landratsamt kann flott”, so Bandleader Marco Vincenzi. Als zweites mit dabei war die “Up To Date Bigband” – wie schon beim allerersten Mal im Jahr 2003. Als drittes und letztes spielte die SRH-Bigband. Diese sei sehr gefragt und die Musiker:innen auch bei anderen Auftritten beschäftigt, so dass sie als letzter Programmpunkt auf der Bühne Stutensee zu sehen und hören waren.

“Die Bands bewerben sich das ganze Jahr über”, erläuterte Peter Hirschinger. Das Organisationsteam erstelle dann einen Programmablauf, bei dem die Stile der Bands zusammenpassen müssen und die ganze Breite des Swings abgedeckt werde.

Nach dem Grund für den Erfolg der Veranstaltung gefragt, musste Hirschinger nicht lange überlegen: “Die Musik steht an erster Stelle.” Genauso wichtig sei das Gesamtkonzept mit professionellen Caterern und damit verbunden die Atmosphäre auf dem Schlossgelände. Schließlich sei das die einzige Veranstaltung für ganz Stutensee, die nicht in einem der Stadtteile stattfindet.

Organisiert wird das Event jedes Jahr von einem ehrenamtlichen, elfköpfigen Team. “Wir haben mit wenig Personal so etwas Großartiges geschaffen”, so Hirschinger stolz.

Besonders dankbar sei er den vielen langjährigen Sponsoren. Teils seit 15 oder 20 Jahren dauere die Unterstützung bereits an. Für diese Treue wurde ihnen auf der Bühne gedankt. Nur durch sie trage sich die Veranstaltung selbst ohne finanzielle Unterstützung durch die Stadtverwaltung und insbesondere ohne Eintrittsgelder.

Letzter “Tag der offenen Tür” in der Jugendeinrichtung

Schon seit mehreren Jahren nutzte die auf dem Schlossgelände untergebrachte Jugendeinrichtung das Event für einen Tag der offenen Tür. Die Menschen sollten sich selbst einen Eindruck verschaffen und dadurch der teils negative Ruf der Einrichtung verbessert werden. Auch diesmal waren viele Mitarbeitende im Einsatz bei Kinderaktionen oder beim Verkauf von Essen und Getränken. Allerdings fand dies in diesem Jahr zum letzten Mal statt, wie auf Flyern vor Ort zu lesen war.

“Die Organisation eines Events mit mehr als 3.000 Gästen geht weit über die personellen, finanziellen und zeitlichen Ressourcen unserer Einrichtung hinaus”, erklärte Jens Brandt, Leiter der Jugendeinrichtung. “Künftig möchten wir diese verstärkt für unsere eigentliche Aufgabe nutzen: die Unterstützung und Begleitung unserer Kinder und Jugendlichen.”

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