Gut drei Monate befindet sich der Blankenlocher Michaeliskindergarten in seiner Ersatzunterkunft in der Rathausstraße. Die Erzieherinnen und ihr Leiter Martin Ehrensperger haben sich gut eingerichtet. Als Dauerlösung wollen sie die neuen Räume dennoch nicht sehen.
Das alte Gebäude des Michaeliskindergartens hinter der Festhalle musste wegen Schimmelbefalls kurzfristig geschlossen werden. Viele Jahrzehnte lang diente es als Kindergarten und entwickelte sich mit den Anforderungen mit. Unter dem Namen “Luisenheim” war das Gebäude 1905 als “Kleinkinderschule mit Krippe und Volksbädern” in Betrieb gegangen, wie in der Blankenlocher Chronik zu lesen ist.
Nach der Schließung wurden die Gruppen behelfsmäßig verteilt auf mehrere Gemeindehäuser in den Stadtteilen. Erst in der neuen Unterkunft, die in kurzer Zeit in Modulbauweise errichtet wurde, kamen die Gruppen wieder zusammen.
Für die Arbeit der Stadt bei der Errichtung der Ersatzunterkunft hat Einrichtungsleiter Ehrensperger viel Lob übrig. Auch drei Monate nach dem Einzug ist noch nicht alles fertig. So fehlt der dringend erwartete Internetanschluss. Auch Sonnensegel müssen noch angebracht werden.
Mit den neuen Räumlichkeiten ist Ehrensperger zufrieden, sie seien eben Standard wie in jeder neuen Einrichtung. Dem sechsgruppigen Kindergarten – davon zwei Gruppen für Unter-Dreijährige – steht sogar etwas mehr Fläche zur Verfügung als früher. Was fehlt ist eine Klimatisierung, insbesondere in den Schlafräumen der ganz Kleinen. Als Provisorium hat der Förderverein mobile Klimageräte angeschafft.
Neben einem größeren Außenbereich fehlt Ehrensperger auch eine Küche, um Mittagessen selbst zubereiten zu können. Am alten Standort konnten die Erzieher:innen im gegenüberliegenden Gemeindehaus das Essen für die Kinder selbst zubereiten. In der neuen Unterkunft liefert ein Caterer das fertige Essen. Wohl wissend, dass das in vielen Kitas der Normalfall ist, bedauert Ehrensperger diese Veränderung. Der Stadt sei eine Vollküche zu teuer gewesen. Auch in anderen Einrichtungen war sie abgelehnt worden.
Ungünstig gelegen sei auch die Spülküche im benachbarten Gebäude, in dem sich früher der Polizeiposten befand. Täglich müsse das Geschirr von über hundert Kindern dorthin transportiert werden, über Treppen und Türschwellen, um dort gespült zu werden.
Insgesamt ist der Kindergarten jedoch angekommen in den neuen Räumen. Auch die Eltern seien von den neuen Innenräumen positiv überrascht gewesen. Nun warte man gespannt auf die Entscheidung, ob die Einrichtung nach einer Sanierung wieder in ihr angestammtes Gebäude zurückkehren könne. Das werde sicherlich einige Jahre dauern, schätzt Martin Ehrensperger. Aber der Kindergarten wolle klare Zukunftsaussichten. Die Ersatzunterkunft habe aktuell eine Zulassung für zehn Jahre.








































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