Am 7. April fiel die Wasserversorgung in ganz Stutensee aus. Die Stadtverwaltung begab sich auf Fehlersuche und räumte einen Sanierungsstau ein, der nun abgearbeitet werden soll. Auf Antrag aller Fraktionen gab die Stadtverwaltung vergangenen Montag dem Gemeinderat einen Überblick dazu.
Es war nicht eine einzelne Ursache, die zu dem Druckabfall am 7. April geführt hat. Der unerwarteterweise reduzierte Füllstand im Hochbehälter war die Ursache für den zu geringen Druck.
Die ausgefallenen Pumpen wurden wieder in Gang gesetzt, liefen nach rund einer Stunde wieder und der Wasserdruck hatte sich normalisiert. Als Sofortmaßnahme wurde für den Übergang die Pumpleistung im Wasserwerk Blankenloch erhöht. Vorsorglich erging der Aufruf an die Bevölkerung, Wasser zu sparen.
Ursachensuche
Wie es zu diesem geringen Füllstand kommen konnte, untersuchte die Stadtverwaltung seitdem mit Unterstützung der Stadtwerke Karlsruhe und anderen Experten.
Im Mai seien die Rohwasserleitungen gespült und die ersten zwei Brunnenpumpen überarbeitet worden, teilt die Verwaltung mit. “Mängel und Schäden, die bei der Recherche zu Tage traten, wurden behoben ebenso wie der Rohrbruch in der Kirchstraße in Stutensee-Spöck”, so die Stadtverwaltung.
Durch die erfolgten Maßnahmen konnte am Standort Friedrichstal merklich mehr Wasser gewonnen werden. Auch während der zwischenzeitlich aufgetretenen Trockenheit sei es nicht zu Engpässen gekommen. Dennoch solle die Bevölkerung weiter bewusst mit dem Gut Wasser umgehen, so die Stadtverwaltung.
In den kommenden Wochen stehen die Revision der letzten drei Brunnenpumpen an sowie Reparatur und Überholung der Netzpumpen, Instandsetzen der Druckbehälter und das Einsetzen bzw. Ersetzen fehlender oder defekter Sensoren.
Erneuerung der Wasserversorgung
Das System der Wasserversorgung soll nun auf neue Füße gestellt werden, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Dazu gehört der Neubau des Wasserwerks Friedrichstal und des Trinkwasserspeichers auf dem Gelände sowie der Neubau der Transport- und Förderleitung zwischen dem Wasserwerk und dem Versorgungsgebiet Blankenloch mit Büchig.
Außerdem soll der Betrieb neu organisiert werden. “Dies betrifft die finanzielle als auch personelle Neuausrichtung mit Blick auf ressourceneffiziente Strukturen und Abläufe”, so die Stadtverwaltung.
Die umfassende Erneuerung der Wasserversorgung sei bis 2027 vorgesehen.
Die seit Jahren geplante Teilenthärtungsanlage soll laut Stadtverwaltung “wesentlicher Teil des neuen Systems” sein. Sie wird beim Neubau des Wasserwerks Friedrichstal mit installiert.
Aktualisierung 6. August: Ergänzung um Informationen zur Wasserenthärtung

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