Beim Verdacht auf E. coli-Bakterien im Stutenseer Trinkwasser gibt es Neuigkeiten. Nach Angaben der Stadtverwaltung sei die erste Nachbeprobung ohne Befund. Das Ergebnis einer zweiten sei jedoch noch abzuwarten, bevor das Abkochgebot aufgehoben werden kann. Die Chlorung des Trinkwassers wurde gestartet.
Das Leitungswasser in Stutensee und Büchenau müsse derzeit weiter abgekocht werden, so die Stadtverwaltung.
In einer ersten Nachbeprobung seien keine E. coli-Bakterien nachgewiesen worden. Das sei ein “wichtiger Zwischenschritt” im laufenden Untersuchungsprozess. Für eine abschließende Bewertung der Situation sei jedoch eine zweite Beprobung erforderlich. Deren Ergebnis werde “zeitnah” erwartet.
Parallel dazu sei eine Chlorung des Trinkwassers gestartet, die weiterhin aktiv sei, so die Stadtverwaltung. Die Chlorung diene der zusätzlichen Sicherheit im Wassernetz.
“Die Ursache dafür, warum die routinemäßige Probe am Freitag auffällig war, ist noch unklar”, so die Stadtverwaltung.
Die Stadtverwaltung hatte am Freitagnachmittag in einer Warnmeldung darüber informiert, dass das Trinkwasser in Stutensee und Büchenau abgekocht werden müsse, da der Verdacht auf eine Verunreinigung durch E. coli-Bakterien bestehe.
Heute Mittag hat die Stadtverwaltung eine Seite mit Fragen und Antworten zum Abkochgebot auf ihrer Website eingerichtet.
Die Trinkwasserversorgung in Stutensee befindet sich in einem maroden Zustand. Das Wasserwerk in Friedrichstal soll deshalb in den nächsten Jahren neu gebaut werden. Gleichzeitig fehlt dem Zweckverband Personal für einen zuverlässigen Betrieb. Deshalb werden die Stadtwerke Karlsruhe für die nächsten zwei Jahre die Betriebsführerschaft übernehmen.
Update 10.11.2025: Ergänzung des Links auf die FAQ-Seite der Stadtverwaltung, die nicht in der Pressemitteilung enthalten war

forum Kommentare
Wir sind jetzt bereits den 5. Tag mit Abkochen etc. in Stutensee (+ Büchenau) beschäftigt. Was mir fehlt sind Informationen!!
1. wie lange dauert es bis das gechlorte Wasser z.B. in Blankenloch ankommt? Davon hängt ja auch ab, wie lange wir noch abkochen müssen.
2. wie lange wird gechlort,d.h. ab wann kann man das Wasser wieder (genießbar) trinken und zum Kochen verwenden?
3. Werden wir erfahren in welchem Stadtteil in Probe nicht in Ordnung war?
4. Müssen wir jetzt öfter mit solchen Notfällen rechnen?
Ich finde, dass hier die Bürger bis jetzt viel zu wenig Informationen erhalten haben. Das Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist, sollte nicht neu sein.
@Christine
Da kann man nur zustimmen, allerdings wird die Verwaltung wohl bei ihrer desolaten Kommunikationsstrategie bleiben und dazu keine Informationen geben. Interessant wäre es jetzt auch für alle Bürger in Stutensee, wann denn mit dem Ergebnis der zweiten Probe zu rechnen ist, dafür sollte es doch ein bekanntes Zeitfenster von dem Labor geben. Morgen ? Freitag ? Nächste Woche ? Es ist nicht nachzuvollziehen wie wir hier von der Stadtverwaltung Informationen verweigert werden.
Inzwischen wurde das “Abkochgebot” von der Verwaltung aufgehoben. Nach Gründen für die Verunreinigungen wird jetzt scheinbar gesucht, bei der maroden Infrastruktur sind viele denkbar, wie werden wahrscheinlich keinen erfahren.
Leider wird die Geheimhaltung und Informationsverweigerung unserer Verwaltungsspitze immer schlimmer.
Warum wird nicht veröffentlicht in welchem Ortsteil,was ist da schlimm dabei?
Auch in den Sitzungen wird der Ausschluss der Öffentlichkeit und verheimlichen von Informationen immer schlimmer.Schon mehrmals inden letzten Jahren wurde dies bei den Bürgerfragen von mir angesprochen ,,weder Reaktion der Verwaltungsspitze noch vom Aufsichtsgremium.
Die Ausschusssitzungen schon mehrmals unter 10 Minuten öffentlich ,die letzte 6 min, war ich wieder verabschiedet.Die geschlossene dann mehrere Stunden. Die einzige Institution um für mehr Offenheit zu sorgen ist der von uns gewählte Gemeinderat.
Die Einwohner wollen mehr Infos also Gemeinderat eingreifen. Wir sind nicht nur zahlende Bürger..