Aktueller Stand: Alte Schule Blankenloch

Alte Schule Blankenloch

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 26.01.2026 7:23 | Keine Kommentare

Im November musste das Alte Schulhaus in Blankenloch aus Brandschutzgründen kurzfristig gesperrt werden. Die dort untergebrachte Kernzeitbetreuung wird seitdem im Notbetrieb geführt. Wie ist inzwischen der Stand und was sind die nächsten Schritte?

Zum Unmut vieler Eltern untersagte die Baurechtsbehörde am 25. November 2025 kurzfristig die Nutzung des Alten Schulhauses in Blankenloch. Ein Notallkonzept hatte die Stadtverwaltung bis dahin nicht erarbeitet gehabt, weshalb die Kernzeitbetreuung für die Pestalozzi-Grundschule zunächst geschlossen werden musste.

Notbetreuung ohne warmes Essen

Am 2. Dezember wurden die Familien darüber informiert, ob ihr Kind in die Notbetreuung aufgenommen werden konnte. Alleinerziehende und Berufstätige seien dabei bevorzugt worden, so die Stadtverwaltung. Für die Notbetreuung stehen Klassenräume im zweiten Obergeschoss der Pestalozzi-Schule zur Verfügung, in denen maximal 95 Kinder betreut werden können. Rund 140 Kinder hatten das Angebot vor der Schließung in Anspruch genommen.

“Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten” wird den Kindern kein warmes Mittagessen angeboten. Lediglich eine kaltes Vesperpaket werde durch das Catering-Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Aktuell werde der Notbetrieb noch weitergeführt, so die Stadtverwaltung. „Die Eltern der Kernzeitkinder und die Teams von Betreuung und Pestalozzi-Grundschule Blankenloch leisten Großartiges, um sich mit der Situation nach der Nutzungsuntersagung für das Alte Schulhaus zu arrangieren“, sagt Eva Böker, Leiterin des Amts für Bildung, Kultur und Soziales der Stadt Stutensee.

Kurzfristig: Nutzungskonzept in Arbeit

Im Hintergrund erarbeitet das beauftragte Planungsbüro derzeit ein Nutzungskonzept für das Erdgeschoss im Alten Schulhaus. Dieses Nutzungskonzept sei Voraussetzung für einen Bauantrag sowie den Antrag auf Nutzungsänderung und das darauf abgestimmte Brandschutzkonzept.

Langfristig: Gebäudenutzung für Ganztagsschule

Unabhängig von der Brandschutzproblematik wird an einem Raumkonzept für die künftig vorgesehene Ganztagsschule gearbeitet. Dabei geht es um die langfristige Gebäudenutzung. Das Konzept soll dem Gemeinderat im ersten Halbjahr 2026 vorgelegt werden. “Wir möchten mit allen Beteiligten zu beschleunigten Planungen für das Ganztagskonzept kommen”, so die Stadtverwaltung.

Brandschutzsanierung mit Fluchttreppe

Die kurzfristige Nutzungsuntersagung der Alten Schule erfolgte einen Tag, nachdem der Gemeinderat es abgelehnt hatte, 642.000 Euro für die Brandschutzsanierung auszugeben. Ohne die langfristige Nutzung des Gebäudes zu kennen, sei eine solche Investition nicht sinnvoll, hieß es aus dem Gremium.

Ein wesentlicher Streitpunkt zwischen Verwaltung und Gemeinderat war der Fluchtweg aus dem Obergeschoss. Während der Gemeinderat eine Gerüsttreppe als temporäre Lösung bevorzugte, empfahl die Verwaltung eine dauerhafte Treppe, die auch den Denkmalschutz-Anforderungen entspricht. “Mit Blick auf eine vorausschauende, nachhaltige und möglichst flexible Nutzungs- und Weiterentwicklung öffentlicher Gebäude im Bestand, ist eine entsprechend dauerhafte Treppe, angeschlossen auf allen Etagen, einer diesbezüglich kleineren Interimslösung vorzuziehen”, so die Verwaltung.
Ein Kompromissantrag von CDU/FDP und Freien Wählern hatte vorgeschlagen, die Nutzung des Gebäudes auf das Erdgeschoss zu beschränken. Somit wäre vorerst gar keine Fluchttreppe erforderlich geworden, so die Idee dahinter.

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