Büchiger Grundschule: Erweiterung nicht in Sicht

Theodor-Heuss-Grundschule Büchig

Bild: Myriam Laubach

Von Martin Strohal | 16.03.2026 18:23 | Keine Kommentare

An der Theodor-Heuss-Grundschule herrscht Platzmangel. Festgestellt wurde das schon 2018. Seitdem gab es Studien und Planungen zur Erweiterung, Sanierung oder Neubau des Schulgebäudes. Die zuletzt ermittelte Entwicklung der Schüler:innenzahlen wurde dabei noch nicht berücksichtigt. Nun soll ein neues Raumprogramm erstellt werden. Gebaut wird frühestens ab Ende 2027. Der aktuelle Sachstand wurde dem Gemeinderat vorgestellt.

Der grundsätzliche Sanierungsbedarf der Büchiger Grundschule sei bekannt, so die Stadtverwaltung. 2020 wurde er von einem Architekturbüro festgestellt. Im Folgejahr entwickelte ein Fachplanungsbüro verschiedene Varianten – Erweiterung und Umbau. Auch stellte die Stadtverwaltung beim Land einen Förderantrag im Rahmen des Ganztagesausbaus.

2023 erstellte das Beratungsbüro biregio erstmals eine Schulentwicklungsplanung und schrieb diese 2025 fort. Die entsprechenden Ergebnisse sind jedoch noch nicht von der Stadtverwaltung in die Bedarfsplanung für den Standort überführt worden. Auch entschied der Gemeinderat erst im Sommer 2025 über den Standort einer Ganztagsschule in Stutensee. Deshalb pausierte die Stadtverwaltung das Projekt zunächst, weshalb auch der Förderantrag vom Land nicht weiter bearbeitet wurde.

Stadtverwaltung erarbeitet Raumprogramm

Um mit Baumaßnahmen beginnen zu können, wird ein Raumprogramm benötigt, das der Bedarfsfeststellung Rechnung trägt. Die Stadtverwaltung – konkret das Amt für Bildung, Kultur und Soziales – will diese Unterlagen bis Mitte 2026 erstellen.

Das Schulgebäude befinde sich in einem “dem Baualter [etwa 36 Jahre] entsprechenden Zustand”, so die Stadtverwaltung. Die Gebäudehülle des Altbaus, insbesondere das Dach, sei grundsätzlich sanierungsbedürftig. “Eine vorausschauende, umfassende Sanierung konnte aufgrund begrenzter Haushaltsmittel bislang nicht umgesetzt werden.” Auch die brandschutztechnischen Anforderungen würden nicht alle erfüllt, die Haustechnik sei teilweise erneuerungsbedürftig. Das Schulgebäude und die Sporthalle sollen grundsätzlich erhalten werden, nur der Pavillon werde als “abgängig” eingestuft, so die Stadtverwaltung.

Das Regierungspräsidium hat ermittelt, dass der Schule eine Fläche von 271 Quadratmeter fehlt. Darauf wird auch die Förderung basieren. Schon seit einigen Jahren sind Container im Einsatz, um Raum für die Kernzeitbetreuung zur Verfügung zu stellen. Dafür und die bisher durchgeführten Maßnahmen hat die Stadtverwaltung 410.000 Euro ausgegeben.

Ziel: Baubeschluss Mitte 2027

Die Stadtverwaltung wird den vorgesehenen Erweiterungsbau aufgrund der fehlenden Grundlagen auch 2026 nicht weiterverfolgen. Ziel sei ein Baubeschluss Mitte 2027, so Baubürgermeisterin Tamara Schönhaar gegenüber dem Gemeinderat.

“Wir brauchen vernünftige Schulgebäude”, so Carsten Mohrhardt (CDU). Seit 2018 beschäftige sich die Stadt mit dem Thema. Seitdem sei nichts gemacht, es sei nur geplant worden. Die Toiletten seien 20 bis 30 Jahre alt, das Dach undicht. “Worauf warten wir?”

Bisherige Planungen nicht mit Bedarf rückgekoppelt

Der Zustand der Toiletten sei Standard in allen städtischen Gebäuden, so Tamara Schönhaar. Es gebe überall Sanierungsstau. Aufgrund der Sparzwänge sei auch die Dachsanierung gekürzt worden. Im Notfall werde es einen Nachtrag geben müssen. Die bisher durchgeführten Planungen seien nicht mit dem Bedarf rückgekoppelt. “Wir wissen nicht, was wir bauen sollen”, so Schönhaar. Die Rahmenbedingungen hätten sich geändert. Deshalb müsse nun das Raumprogramm erstellt werden.

Der Gemeinderat nahm diese Ausführungen in seiner Februar-Sitzung zur Kenntnis, nur Mohrhardt stimmte gegen die Kenntnisnahme.

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