Breitbandausbau: Spatenstich für 13.000 Glasfaser-Anschlüsse in Stutensee

OB Petra Becker mit den Projektpartnern des Glasfaserausbaus

Bild: Cornel Gruber

Von Martin Strohal | 05.06.2026 7:51 | Keine Kommentare

In Stutensee hat mit dem offiziellen Spatenstich der großflächige Ausbau des Glasfasernetzes begonnen. Das Infrastrukturunternehmen GlasfaserPlus plant, in der Stadt rund 13.000 Haushalte mit schnellen Anschlüssen bis ins Haus zu versorgen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Telekom Deutschland umgesetzt.

Gigabit-Geschwindigkeiten für den ländlichen Raum

Das neue Netz soll Daten stabil transportieren und Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Stutensees Oberbürgermeisterin Petra Becker betonte beim Baustart am Dienstag die Relevanz des Projekts: Eine leistungsfähige Internetverbindung habe sich längst zu einem entscheidenden Standortfaktor entwickelt. Glasfaser sei die Technologie, die den steigenden digitalen Anforderungen gerecht werde.

Frank Griesel, Communication Manager bei GlasfaserPlus, ergänzte, dass der Ausbau der Versorgungsstruktur gezielt darauf einzahle, auch den ländlichen Raum und kleinere Regionen an der Digitalisierung teilhaben zu lassen. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2034 rund vier Millionen gigabitfähige Anschlüsse in Deutschland zu errichten.

Offenes Netz ohne Vorab-Quote

Das Besondere am Netz der GlasfaserPlus: Es wird nach dem sogenannten „Open Access“-Prinzip betrieben und steht somit allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung. Für Stutensee hat die Deutsche Telekom bereits fest zugesagt, das neue Netz zu nutzen.

Zudem knüpft das Unternehmen den Ausbau nicht an das Erreichen einer bestimmten Vermarktungsquote vorab, wie es bei dem Vorhaben der Deutschen Glasfaser der Fall gewesen ist. „Die Kunden müssen selbst aktiv werden und ihren Glasfaser-Anschluss buchen“, erklärt Stefan Winkler, Regiomanager bei der Telekom.

Kostenfreier Hausanschluss nur während der Bauphase

Während der laufenden Ausbauphase ist der Anschluss der Immobilie an das Glasfasernetz kostenlos, sofern gleichzeitig ein Glasfaser-Tarif bei einem Anbieter abgeschlossen wird. Für die Arbeiten auf dem Privatgrundstück benötigt das Unternehmen lediglich eine entsprechende Genehmigung.

Wer den Anschluss erst nach Abschluss der Bauphase beauftragt, muss tief in die Tasche greifen: In der Regel fallen dann nachträgliche Anschlussgebühren an, die bei der Telekom beispielsweise einmalig 999,95 Euro betragen.

Derzeit beginnen die Bauarbeiten in Büchig. Darauf folgt der westlich der Bahn gelegene Teil Friedrichstals.

Bildquellen:

  • Symbolischer Spatenstich Glasfaser: Cornel Gruber
  • Symbolischer Spatenstich Glasfaser: Cornel Gruber
  • Symbolischer Spatenstich Glasfaser: Cornel Gruber
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