Das Projekt „Café Vergissmeinnicht“ und der dazugehörige Angehörigengesprächskreis der Kirchlichen Sozialstation Stutensee-Weingarten haben den zweiten Platz beim „Woche der Diakonie“-Preis erreicht. Initiiert wurde die Teilnahme von Nicole Heidt. Die Bereichsleiterin der Demenzarbeit konnte über 650 Stimmen aus der Bevölkerung mobilisieren. Insgesamt standen 24 Projekte sozialer Einrichtungen zur Auswahl.
Ivonne Becker ist Referentin für Ökumene und Fundraising der Diakonie Baden. Vergangenen Donnerstag überreichte sie den Preis in Blankenloch an Nicole Heidt. Becker hob besonders die Arbeit der Ehrenamtlichen hervor, die das Projekt unterstützen. Es sei in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich, in seiner freien Zeit für andere da zu sein.
“Auszeichnungen wie diese machen sichtbar, was im Alltag oft leise geschieht”, so Tilman Bandel, Vorstand der Sozialstation Stutensee-Weingarten. “Was ihr als Team leistet, ist für alle in Stutensee und Weingarten von unschätzbarem Wert.”
Hintergrund des Wettbewerbs und Preisgeld
Im Rahmen des ersten „Woche der Diakonie“-Preises ließ die Diakonie Baden über 24 eingereichte Projekte abstimmen. Der zweite Platz ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. Die Kirchliche Sozialstation Stutensee-Weingarten wird diese Mittel zweckgebunden für den weiteren Ausbau und den laufenden Betrieb ihrer Angebote im Bereich der Demenzarbeit einsetzen.
Der Schwerpunkt des Wettbewerbs unter dem Motto „Zusammen sind wir weniger allein“ lag auf Initiativen, die sich gegen die Einsamkeit im Alter und in gesellschaftlichen Ausnahmesituationen einsetzen.
Nach Angaben der Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Baden, Oberkirchenrätin Sabine Jung, soll der Preis die Arbeit sozialer Einrichtungen und den Einsatz der dort tätigen Ehrenamtlichen abbilden.
“Café Vergissmeinnicht” in Blankenloch
Das „Café Vergissmeinnicht“ in Blankenloch richtet sich an Menschen mit Erkrankungen aus dem Demenzspektrum und findet an mehreren Nachmittagen pro Woche statt. Ziel des Angebots ist es, den Betroffenen durch strukturierte Beschäftigung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und einer Isolation im Alter entgegenzuwirken.
Parallel dazu organisiert die Sozialstation einen Angehörigengesprächskreis. Dieses kostenfreie Angebot bietet Pflegenden die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch über den Pflegealltag sowie zur Bewältigung von emotionalen Belastungen, die mit der Betreuung von Demenzerkrankten verbunden sind.
Geleitet wird das Team von Nicole Heidt von der kirchlichen Sozialstation. Ohne die Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen sei das jedoch nicht möglich, so Heidt.
Bildquellen:
- Preisverleihung Sozialstation: Cornel Gruber
- Preisverleihung Sozialstation: Cornel Gruber
- Preisverleihung Sozialstation: Cornel Gruber
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