Großprojekt Wasserversorgung gestartet

Spatenstich der Projektbeteiligten mit OB Petra Becker (3. v.l.), Baubürgermeisterin Tamara Schönhaar (3. v.r.) und Amtsleiter Johannes Klawe (2. v.r.)

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 23.06.2026 21:04 | Keine Kommentare

Mit einem symbolischen Spatenstich begann am Montag die Bauphase des Um- und Neubaus der Wasserversorgung in Stutensee und Büchenau. Für den Zweckverband Wasserversorgung Mittelhardt ist es das bisher größte Infrastrukturprojekt.

Der Spatenstich fand im Blankenlocher Seegrabenweg statt. Hier wird derzeit schon an der Transportleitung gebaut, die das Wasswerk Friedrichstal über das Schloss Stutensee mit Blankenloch verbindet.

OB Petra Becker

„Am Seegrabenweg, im Süden, sind die Arbeiten auf einer Länge von 250 Metern zu sehen“, so Johannes Klawe, Amtsleiter Infrastruktur in der Stutenseer Stadtverwaltung. “Insgesamt haben wir 4,5 Kilometer sichtbaren Leitungsbau“.

Der Leitungsbau, der auch eine Förderleitung entlang des Blankenlocher Gewerbegebiets umfasst, um das im Blankenlocher Wasserwerk geförderte Wasser nach Friedrichstal zu pumpen, soll bis zum Frühjahr 2028 abgeschlossen sein.

In Kürze beginnt zudem der Neubau des Wasserwerks in Friedrichstal. Dabei handelt es sich um das zeitaufwändigste Teilprojekt. Es soll im September 2028 fertiggestellt werden, wenn alles nach Plan läuft.

Wasserwerk Friedrichstal

Nach Abschluss des gesamten Vorhabens wird in Blankenloch nur noch Grundwasser gefördert. Der entsprechende Umbau des dortigen Werks soll im zweiten Halbjahr 2028 beginnen. Die Aufbereitung des Wassers erfolgt für ganz Stutensee künftig in dem neuen Wasserwerk in Friedrichstal. Dieses enthält auch die zentrale Teilenthärtung.

Um die Wasserversorgung unempfindlicher gegen Störungen zu machen, wird in Friedrichstal zudem ein zusätzlicher Trinkwasserspeicher mit einem Volumen von 1.500 Kubikmetern gebaut. Dieser soll den Hochbehälter Kaiserberg entlasten. Baubeginn hierfür ist laut Plan im Frühjahr 2027.

“Wasserversorgung ist eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge”, so Oberbürgermeisterin Petra Becker beim Spatenstich.

Im Jahr 2019 wollte Stutensee eine zentrale Wasserenthärtung installieren, erinnerte Becker an die Historie. Bei den entsprechenden Untersuchungen wurde der Zustand der Versorgungsanlagen deutlich. “Der Handlungsbedarf war viel größer als ursprünglich angenommen”, so Becker. Mit dem neuen System, das im zweiten Halbjahr 2028 in Betrieb gehen soll, erhöhe sich die Versorgungssicherheit deutlich.

Hochbehälter Kaiserberg

Es handele sich nicht nur um eine bautechnische Erneuerung, betonte Christiane Mairon vom fmz Ingenieurbüro für Bauwesen. Vielmehr umfassten die Maßnahmen strukturelle Verbesserungen.

Der Baustart sei gut gelungen. Etwas Besonderes, das man bei kommunalen Bauvorhaben selten erlebe, werde die Unterquerung von zwei Landesstraßen sein.

“Nach Abschluss des Projekts ist die komplette Wasserversorgung auf den Stand der Technik gebracht”, so Stefan Krieger von Hydro-Ingenieure.

Nach aktueller Prognose wird das Gesamtvorhaben den Zweckverband 34,6 Millionen Euro netto kosten. Knapp zwei Millionen an Fördergeldern wurden bewilligt.

Bildquellen:

  • Spatenstich Wasserversorgung: Martin Strohal
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