Konzept für neue Ladesäulen

E-Ladesäule Symbolbild

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 05.08.2025 16:36 | Keine Kommentare

Im Auftrag des Gemeinderats hat die Stadtverwaltung ein Konzept für Ladeinfrastruktur erstellen lassen. Damit will sie die Elektromobilität fördern. Neue Ladesäulen werden dabei nicht von der Stadtverwaltung selbst errichtet. Vielmehr können sich Betreiber um Standorte bewerben. Die Kriterien für den weiteren Ausbau sind in dem Konzept festgelegt.

Anfang 2025 waren in Stutensee 16 Ladestationen mit 28 Normal- und 12 Schnellladepunkten vorhanden, mindestens eine in jedem Stadtteil. Die Ladestation am Rathaus in Blankenloch verzeichnet mit etwa 470 Ladevorgängen pro Ladepunkt im Halbjahr die meisten Ladevorgänge, gefolgt von der Ladestation in der Straße der Picardie in Friedrichstal mit etwa 350 Ladevorgängen pro Ladepunkt. Dort sowie in der Kirchstraße in Spöck war im Jahr 2023 die durchschnittliche Lademenge pro Ladevorgang am höchsten.

Über eine Online-Umfrage hat die Stadtverwaltung den Bedarf an weiteren Standorten ermittelt. 537 Vorschläge für neue Standorte seine über diesen Weg eingegangen, die beim Erstellen des Konzepts mitbetrachtet wurden.

Bei der Auswahl geeigneter Standorte wurden Faktoren wie verkehrliche Erreichbarkeit, Nutzerfreundlichkeit, Aufenthaltsqualität, Netzanbindung sowie technische Voraussetzungen betrachtet. Im Konzept sind Steckbriefe für 37 Standorte enthalten. Bei vollständiger Umsetzung könnten 86 Ladepunkte geschaffen werden – eine Ladestation bietet ein bis sechs Ladepunkte.

Bereits in Planung sind Ladestationen in Büchig in der Belchenstraße/Kreuzung Kandelstraße in der Nähe des EDEKA-Marktes sowie in Friedrichstal in der Dresdener Straße/Ecke Eichendorffstraße.

Im ersten Schritt soll der Ausbau in der Fläche erfolgen, um in ganz Stutensee ein Basisangebot sicherzustellen. Im zweiten Schritt empfiehlt das von Inovaplan erstellte Konzept eine Verdichtung. Die Steckbriefe der Ladestandorte sollen auf der Website der Stadtverwaltung veröffentlicht werden, so dass sich interessierte Betreiber darum bewerben können. Die Stadt ist dabei nur für die öffentlichen Flächen zuständig. Ladestationen auf privaten Grundstücken wie Einzelhandels-Parkplätzen müssen mit den jeweiligen Eigentümern geplant werden.

Die Kosten für die Erstellung des Konzepts werden zu 50 Prozent vom Land übernommen. Es war Schlüsselprojekt im
Stadtentwicklungsplan (STEP) 2035.

Der Gemeinderat beschloss das Konzept, mit dem die Umnutzung öffentlicher Parkplätze verbunden ist, einstimmig.

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