Ein Flächenbrand auf einem abgeernteten Feld im Süden von Friedrichstal forderte die Feuerwehr am Samstagnachmittag. Neben den Abteilungen aus Stutensee waren auch Einsatzkräfte aus dem Umland vor Ort.
Da sich die Flammen, die vom Wind immer wieder angefacht wurden, dem Seniorenzentrum Haus Edelberg näherten, evakuierte die Polizei vorsichtshalber zwei Gebäude des betreuten Wohnens. Bei einem brannte die Grasfläche bis an die Gebäudewand. Bei dem anderen betrug der Abstand nur wenige Meter.
“Wir haben insgesamt 27 Personen aus zwei direkt an die Brandstelle angrenzenden Gebäuden in der Magdeburger Straße in Sicherheit gebracht. Während der Löscharbeiten wurden die Evakuierten durch Pflegepersonal betreut”, erklärte die Polizei.
Insgesamt brannten mehrere Hektar Brachfläche und Stoppelfeld.
Der Brand reichte von der Kirschenallee am südlichen Ortsrand von Friedrichstal entlang bis ungefähr zur Höhe Chemnitzer Straße. Auf dem Spielplatz “Wilde Düne” wurden ein paar Büsche an der Einzäunung zerstört, jedoch keine Spielgeräte.
“Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle im Süden Friedrichstals konnten wir einen brennenden Baum in einer Gebüschreihe erkennen. Von dort breitete sich das Feuer rasch über eine Brachfläche und das angrenzende Gebüsch aus”, berichtete die Besatzung eines Polizeistreifenwagens.
An dem Baum unweit des Seniorenzentrums führt ein Trampelpfad entlang, der von vielen Hundehaltern genutzt wird. Der Baum wurde von der Feuerwehr gefällt.
Gegen Abend war das Feuer gelöscht. Die verkohlte Ackerfläche wurde von mehreren Traktoren untergepflügt. Parallel suchte eine Drohne mit Wärmebildkamera nach Glutnestern. Mehrere Flächen wurden vorsichtshalber gewässert.
Ein großer Vorteil bei der Bekämpfung sei die Nutzung der Hydranten aus dem angrenzenden Wohngebiet, so Edgar Geißler, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands. Zudem wurde ein neu angeschaffter Abrollbehälter mit 10.000 Litern Wasser eingesetzt, um die Versorgung zu sichern.
Im Einsatz waren die Feuerwehren von Stutensee, Eggenstein-Leopoldshafen, Linkenheim-Hochstetten, Dettenheim und Karlsdorf-Neuthard. Kronau steuerte die Drohne bei. Unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Armin Momsen waren zeitweise rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Zudem unterstützten zwei Fachberater für Vegetationsbrände die Einsatzleitung, darunter ein Experte des Technischen Hilfswerks (THW).
Die Polizei war mit zehn Streifenwagenbesatzungen verschiedener Polizeireviere in Friedrichstal im Einsatz. Für die Dauer der Löscharbeiten sperrten die Einsatzkräfte die südlich an der Brandstelle verlaufende Kreisstraße vollständig. Die DRK-Bereitschaften aus Blankenloch, Staffort und Spöck übernahmen die Absicherung der Einsatzkräfte und versorgten diese mit Getränken. Insgesamt waren 13 Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes im Einsatz.
Aktualisierung 21:15 Uhr mit weiteren Details.
Bildquellen:
- Flächenbrand bei Friedrichstal: Martin Strohal
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forum Kommentare
An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an unsere KameradInnen bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind sie bereit, ihre Freizeit und Gesundheit für die Gemeinschaft einzusetzen.
Toll, dass wir ruhig schlafen können.