Neue Plätze für die Tagesbetreuung von Kleinkindern

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Bild: KI-generiert

Von Martin Strohal | 10.07.2026 7:25 | Keine Kommentare

In Stutensee sollen zwei neue Gruppen für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren entstehen. Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung im Juni einstimmig beschlossen, den Auftrag dafür an den Tageselternverein Bruchsal Landkreis Nord zu vergeben. Die Stadtverwaltung wird nun einen entsprechenden Vertrag mit dem Verein abschließen.

Die Betreuung soll in speziell dafür hergerichteten Räumen stattfinden, die nicht im privaten Haushalt der Tageseltern liegen. Nach dem Beschluss suchen die Stadt und der Verein nun gemeinsam nach passenden Immobilien. Vorrangig wird in Blankenloch gesucht, da dort der Bedarf an Betreuungsplätzen am größten ist. Eine Entlastung für andere Stadtteile wie Spöck, Staffort und Friedrichstal wird Ende 2026 erwartet, wenn in Spöck die neue element-i-Kindertagesstätte öffnet.

Start mit einer Gruppe

Der Plan sieht vor, dass zunächst eine Gruppe voraussichtlich Ende 2026 an den Start geht. Die zweite Gruppe soll später folgen, sobald der genaue Bedarf feststeht. In einer solchen Gruppe betreuen in der Regel zwei Tageseltern gemeinsam mit einer Vertretungskraft die Kinder. Je nach Ausbildung der Betreuer können sieben bis zehn Kinder gleichzeitig anwesend sein. Insgesamt können durch die zwei Gruppen bis zu 30 neue Plätze für Kleinkinder entstehen.

Das Betreuungskonzept nennt sich “Tagespflege in anderen geeigneten Räumlichkeiten (TigeR)”.

Bruchsaler Verein einziger Bewerber

Die Stadt hatte die Aufgabe europaweit ausgeschrieben. Der Verein aus Bruchsal reichte als einziger Bewerber fristgerecht Unterlagen und ein Angebot ein. Bei der Prüfung der Unterlagen bewertete die Verwaltung unter anderem das pädagogische Konzept, den Kinderschutz und die Finanzen. Der Bewerber erreichte dabei 397 von 400 möglichen Punkten. Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und lässt sich jeweils zum August eines Jahres mit einer Frist von einem Jahr kündigen.

Für die Einrichtung einer Gruppe zahlt die Stadt einmalig 45.000 Euro für die Ausstattung. Diese Summe ist bereits im aktuellen Haushalt eingeplant. Hinzu kommen einmalig 5.400 Euro für die Planung. Wie bei anderen Kinderbetreuungseinrichtungen wird sich die Stadt im Anschluss an den Betriebskosten beteiligen.

Der Gemeinderat beschloss das Vorhaben einstimmig.

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