[Video] Reaktionen nach OB-Wahl

OB-Kandidaten Sven Schiebel, Tobias Walter, Frank Burkard

Bild: Cornel Gruber

Von Martin Strohal | 14.07.2026 21:38 | 11 Kommentare

Der erste Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl in Stutensee ist vorbei. Sven Schiebel ist ausgeschieden und überdenkt deshalb sein bisheriges Engagement. Gleichzeitig stellt er sich hinter Tobias Walter. Dieser vertrete auch seine Werte.

Am vergangenen Sonntag hat Stutensee gewählt. Nach dem amtlichen Endergebnis erreichte Frank Burkard klar den ersten Platz mit 43,7 Prozent der gültigen Stimmen. Tobias Walter folgt auf Platz zwei mit 34,5 Prozent. Sven Schiebel erhielt nur 21,8 Prozent, weshalb er ausscheidet. Burkard und Walter gehen in die Stichwahl am 26. Juli.

Ergebnisse in den Stadtteilen

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Burkard erreichte in allen Stutenseer Stadtteilen über 40 Prozent der Stimmen, in Spöck schaffte er mit 54,2 Prozent sogar die absolute Mehrheit. Am schlechtesten ist sein Ergebnis in Blankenloch mit Büchig mit 40,1 Prozent. Dort erreichte Sven Schiebel sein bestes: 29,4 Prozent. In den nördlichen Stadtteilen hingegen waren für ihn nur 14,2 Prozent (Friedrichstal und Spöck) bzw. 14,3 Prozent (Staffort) drin.

In Staffort wiederum, wo er aufwuchs, lag Tobias Walter mit 44,3 Prozent vorne. In Blankenloch mit Büchig hingegen waren für ihn gerade mal 30,4 Prozent drin. In Spöck erhielt er 31,6 Prozent der gültigen Stimmen. Besser sah es in Friedrichstal mit 42,0 Prozent für ihn aus.

Interessant wird sein, wie sich die bisherigen Wähler:innen von Sven Schiebel in der Stichwahl verhalten. Werden sie überhaupt noch zur Wahl gehen? Werden sie Tobias Walter unterstützen, wie Schiebel selbst als auch die Freien Wähler empfehlen?

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Reaktionen am Wahlabend

Im Interview am Wahlabend zeigte sich Schiebel enttäuscht über sein Wahlergebnis und zieht auch Konsequenzen daraus. Es werde sich etwas an seinem Engagement ändern, kündigte er an. “Ich habe ja gesehen, dass die Sachen, die ich gemacht habe, den Leuten anscheinend nicht wichtig waren.”

Der Wahlkampf mit Tobias Walter sei sehr kollegial gewesen, so Schiebel. “Das gibt mir Hoffnung für die Zukunft, dass mit Tobias Walter jemand ins Rathaus einziehen würde, der auch meine Werte und auch meine Herangehensweise, wie ich das gemacht hätte, tragen würde.”

“Das Wahlergebnis zeigt eindeutig: Die Stutenseerinnen und Stutenseer möchten gerne einen Stutenseer – jemand, der die Stadt wirklich kennt und für sie brennt – als Oberbürgermeister”, interpretiert Tobias Walter die Zahlen. Er würde sich über eine weiter steigende Wahlbeteiligung freuen.

Frank Burkard zeigte sich zufrieden damit, dass er sein Ziel, im ersten Wahlgang vorne zu liegen, erreicht hat. Als Grund für sein Abschneiden sieht er insbesondere seine Bürgermeistererfahrung. “Ich wünsche mir sehr, dass viele Bürgerinnen und Bürger wählen gehen.” Nun wolle er auf 50 Prozent kommen.

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    forum Kommentare

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    Schon ein kurioses Interview mit Herrn Walter. Im Klartext sagt er, er müsse OB werden, weil er Stutenseer sei. Auf fachliche Expertise geht er schon gar nicht mehr ein. Er weiß, dass er auf diesem Feld Herrn Burkard nicht gewachsen ist. Dann muss halt die Qualifikation des Stutenseer Bürgers her. Wenn das alles ist, was einen OB ausmachen sollte, dann wären wir alle für diesen Job bereit. Insgeheim glaubt er vielleicht, dass wir Bürger jetzt einen auswärtigen Bewerber leid hätten. Aber leider Pech für ihn. Dieses Mal kommt nun in Person von Herrn Burkard wirklich ein ausgewiesener Fachmann daher und kann den OB-Sessel einnehmen.

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    Also ich bin für einen Oberbürgermeister der nicht die letzten Jahre im Gemeinderat alles mit abgenickt hat und sich gegen eine Bürgermeisterin die sich nur bei Veranstaltungen zeigte und lächelte, aber sonst nichts großartig auf die Reihe gebracht hat, durchsetzen konnte.

    Ich finde es auch unmöglich wie gegen Frank Burkard vorgegangen wird.
    Verleumdungen, Plakate zerstören etc. In was für einem Land leben wir eigentlich noch, dass man zu solchen Mitteln greift?

    Wenn es für Stutensee aufwärts gehen soll benötigen wir einen Oberbürgermeister mit Erfahrung und guten Kontakten, das wir alle Fördermittel ausschöpfen können.
    Diese Kompetenz hat nun einmal Frank Burkard.

    Wer allerdings mit dem zufrieden ist wie es die letzten Jahre mit der Verwaltung von Stutensee und der Weiterentwicklung voran ging kann gerne seine Stimme Herrn Walter geben. Derjenige darf sich aber dann nicht über den Stillstand beschweren.

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    Schiebel will nun also Konsequenzen aus dem für ihn schlechten Ergebnis ziehen, weil die Bürger Stutensees sein ehrenamtliches Engagement nicht mit einem Wahlsieg belohnten…. Alle Achtung, dann weis man ja jetzt für die Zukunft bescheid aus welchen Motivationen heraus er überhaupt tätig war…
    Und zu guter letzt wird nun mit dem Schülersprecher Walter Solidarität geschlossen, da dieser ja ohnehin im Prinzip die gleichen Motivationen und Pläne hat wie Schiebel selbst. Warum ist er dann überhaupt angetreten?
    Und Walter ist leider total von seinen „Unterstützern“ verblendet, welche ihm genau das einreden, was er da von sich gibt. Kurz und knapp: Ich hab keine wirkliche Berufserfahrung vorzuweisen, habe noch nie in einer Verwaltung gearbeitet, sitze seit 7 Jahren im Gemeinderat und koordiniere nebenbei die Termine vom Partei- und Busenfreund Zippelius um mir meine Brötchen zu verdienen.

    Hoffen wir, das die Stutenseer beim kommenden Wahlgang diese ganzen parteitaktischen Schmutzkampagnen erkennen und einen OB wählen, welcher Stutensee würdig vertreten kann und einen frischen Blick von außen hat!

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    Verhinderung von Erneuerung: Frank Burkard wird von seinen Unterstützern als derjenige gesehen, der als erfahrener Bürgermeister aus einer anderen Gemeinde (Kronau) den Blick von außen mitbringt. Er ist nicht im Stutenseer Gemeinderatsgefüge verstrickt und könnte verkrustete Strukturen aufbrechen.

    Das Gefühl von “Absprache”: Dass sich fast alle Gemeinderatsfraktionen so schnell hinter Tobias Walter versammelt haben, wirkt auf mich wie ein Abwehrreflex. Es entsteht der Eindruck, man wolle das Rathaus unter sich aufteilen und Kontrolle behalten, anstatt echte Reformen und moderne Verwaltungsprozesse zuzulassen.

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    Kaum hat Herr Schiebel die Wahl deutlich verloren, zieht er sich schmollend zurück und kündigt an, sein Engagement für Stutensee zu überdenken. Das lässt nur einen Schluss zu: Sein Einsatz galt offenbar in erster Linie dem eigenen Wahlerfolg. Sauber! Genau solche Politiker brauchen wir bestimmt nicht.
    Doch damit nicht genug: Mit seinen Freien Wählern unterstützt er nun auch noch den Kandidaten von CDU und SPD, Tobias Walter, einen Bewerber, der für das anspruchsvolle Amt des Oberbürgermeisters weder die erforderliche Verwaltungserfahrung noch die notwendige Führungsqualifikation mitbringt. Sein stärkstes Argument scheint zu sein, dass er Stutenseer ist. Nun gut – das sind rund 25.000 andere Menschen auch.
    CDU, SPD und Freie Wähler wissen das selbstverständlich. Trotzdem halten sie an ihrer Unterstützung fest. Warum? Zum Wohl Stutensees? Wohl kaum. Denn wer das Wohl der Stadt wirklich in den Mittelpunkt stellt, müsste den Bewerber unterstützen, der nachweislich über langjährige Erfahrung als Bürgermeister und Verwaltungschef verfügt: Frank Burkhard.
    Warum also dieses Festhalten an Tobias Walter? Der Verdacht drängt sich auf, dass es manchen weniger um die Zukunft Stutensees als mehr um den Erhalt eingespielter Machtstrukturen geht. Bloß keine Veränderungen. Bloß keinen Oberbürgermeister mit Erfahrung, eigenen Ideen und dem Willen, diese auch gegen Widerstände umzusetzen. Mit so jemandem müsste man sich auseinandersetzen. Ein politischer Neuling hingegen erscheint offenbar leichter lenkbar. Genau dieser Eindruck entsteht.
    Doch Stutensee darf nicht zum Experimentierfeld für einen angehenden Jungpolitiker werden. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Nach acht Jahren Stillstand braucht unsere Stadt endlich Führung, Erfahrung und Gestaltungswillen und keine weitere Legislaturperiode des Durchwurstelns.
    Umso erstaunlicher ist das Schweigen der Gemeinderäte aus CDU, SPD und Freien Wählern. Hat wirklich niemand den Mut, sich von diesem politischen Trauerspiel zu distanzieren?
    Wurden Sie, verehrte Ratsmitglieder nicht darauf verpflichtet „…Ihre Pflichten zum Wohl der Stadt Stutensee und ihrer Einwohner wahrzunehmen…“ ?
    Dann handeln Sie bitte auch danach.

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    Inzwischen sind auf den Wahlplakaten von Herrn Schiebel Wahlaufrufe für Herrn Walter angebracht, hier funktioniert die Zusammenarbeit der Gemeinderäte offensichtlich sehr gut. Ob da jemand Angst vor Veränderungen und neuen Besen hat ?

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    Genau so ist es. Und die Angst sitzt tief.

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    War das vielleicht von Anfang an so geplant, dass sich die beiden bei einer möglichen Stichwahl gegen Burkard verbünden?

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    @daniel das schließe ich nach dem neuesten Wahl Flyer von Herrn Walter auch nicht mehr aus. Man weiß da bald gar nicht mehr ob man jetzt Herrn Walter oder doch noch Herrn Schiebel wählt. Herr Schiebel gewinnt zwar keine Wahlen in Stutensee, aber entscheiden tut er und die Freien Wähler sie zum wiederholten Mal trotzdem. Hoffentlich klappt es dann dieses Mal wenigstens besser, denn die letzte Empfehlung ging komplett schief, wie wir alle erfahren mussten.

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    Das Vorwahlergebnis zeigte: Hier schlägt Kompetenz die Wunschvorstellung eines Gemeinderatmitglieds. Jetzt sieht es so aus, als sollte Walter mit allen Mitteln in den OB-Posten gehoben werden. Riesige Poster und Werbeplakate an fast jeder Straßenlichtsäule prangen einem überall entgegen. Darüber hinaus heißt jetzt die Parole: Walter und Schiebel „Gemeinsam für Stutensee“, als wenn jetzt ein OB im Doppelpack gewählt wird. Ich kann nur hoffen, dass die Stutenseer Wähler sich dadurch nicht blenden lassen.

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    Jetzt wo er nicht mehr dabei ist, ist der Name deutlich präsenter als zuvor. Die ständigen Wahlempfehlungen haben wenig mit Fair Play zu tun, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Herr Walter weiß genau, dass er nur mit den Schiebel Stimmen gewinnen kann und macht alles dafür. Selbst Wahlplakate von Schiebel werden jetzt neu beklebt. Man versucht gar nicht mehr mit Kompetenz und Themen zu punkten und trotzdem wird es am Ende wahrscheinlich reichen. Dann hat Angst vor Veränderungen gegen Kompetenz und Erfahrung gewonnen, davon werden die Gemeinderäte eventuell profitieren, Stutensee eher nicht.