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Achtung: Bitte nicht füttern!

Bild: Karen Nagel

Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee | 01.09.2016 20:18 | 1 Kommentar

Stark gestiegene Nutriapopulation in Stutensee

Fütterung durch Menschen sorgt für Folgeprobleme

Die Nutria, häufig auch unter dem Synonym Biberratte bekannt, ist in den hiesigen Gefilden heimisch geworden und vermehrt auch in Stutensee anzutreffen. Dabei stammen diese, so genannten Neozoen, ursprünglich aus Südamerika. Aufmerksame Beobachter können diese Tiere entlang der Fließgewässer, hauptsächlich an der Pfinz-Heglach und Pfinzkorrektion, und beispielsweise in den hiesigen Vogelparks in Stutensee entdecken. Doch so niedlich und zutraulich die Tiere auch auf die Beobachter wirken, gehen mit der stark gestiegenen Nutriapopulation eine Vielzahl von Problemen einher. Erst jüngst wurde in Stutensee offensichtlich, welche Gefahr von den Tieren ausgeht. Infolge massiver Unterhöhlung und Tunnelbauten an ufernahen Böschungen rutsche ein Ufer im Brückenbereich ab. Ohne aufwendige Sanierungsmaßnahmen und zeitnahes Handeln, hätten weitere Abbrüche gedroht. Auch benagte Wurzelbereiche an Bäumen, zerstörte Schilfbereiche und geplünderte Klein- und Vorgärten sowie Felder wurden festgestellt und wirken sich nachteilig auf die heimische Natur aus. Nicht zu verkennen ist auch das massive Hinterlassen von Kotspuren, die sowohl für Mensch und Tier nicht ungefährlich sind. Ein weitaus wichtigerer Grund, weshalb sich die Biberraten in hiesigen Breiten so stark vermehren, ist der Tatsache geschuldet, dass diese von Menschen zusätzlich mit den für den menschlichen Verzehr vorgesehenen Lebensmitteln gefüttert werden. Dadurch steigt ihre Population sprunghaft an, da die Nahrungskette nicht mehr für eine natürliche Regulierung sorgt. Um eine Überpopulation zu verhindern, ist es erforderlich die Biberraten an den Gewässern durch die Stutenseer Jagdpächter zu bejagen.

Die Stadtverwaltung Stutensee bittet daher alle Bürger, das Füttern von Wildtieren, speziell von Nutrias zu unterlassen und bittet um Beachtung.

 

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Nutria: Karen Nagel

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Infos über Nutrias unter http://www.nutria-info.com


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