Verkehrsprobleme sind Schwerpunkt in Staffort

Einwohnerversammlung Staffort

Beitragsbild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 11.11.2025 21:24 | 1 Kommentar

Bei der Einwohnerversammlung in Staffort präsentierte die Stadtverwaltung unterschiedliche Themen wie etwa den Gewässerpflegeplan oder Mobilfunkmasten. Der Großteil der Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum beschäftigte sich jedoch mit dem Verkehr, von der Parksituation über Geschwindkeitsbegrenzungen bis zum Busverkehr.

Die Stafforter Draishalle war am Dienstag vor einer Woche mit etwa 150 Besucherinnen und Besuchern gut gefüllt. Oberbürgermeisterin Petra Becker und Bürgermeisterin Tamara Schönhaar sowie alle Amtsleiterinnen und Amtsleiter und Ortsvorsteher Adalbert Scherer informierten die Bevölkerung über Themen, die ihren Stadtteil betreffen.

Gewässerpflegeplan, Starkregen, Bahnprojekt

Zur Sprache kamen der neue Gewässerpflegeplan sowie das Starkregenrisikomanagement, nicht zu verwechseln mit dem Hochwasserrisiko. Beim Bahnprojekt Mannheim-Karlsruhe gebe es keinen neuen Sachstand. Zu Ende November habe die Bahn zur nächsten Sitzung geladen.

Busverkehr und Parkplätze

Für viele Anwesende wurde es beim Thema Verkehr interessant. Beschwerden gab es beispielsweise über die Busverbindungen von Staffort zum Schulzentrum. Hier gebe es oft Ausfälle, klagte eine Mutter. Kinder würden sich nicht trauen, den Bus zu nehmen, wenn sie in der ersten Stunde eine Klassenarbeit schreiben. Generell sei es mit der Mobilität in Staffort schwierig. “Das muss attraktiver werden für junge Familien”, forderte die Mutter. Ordnungsamtsleiter Thomas Schoch ist das Thema bekannt. Tun kann er nicht viel, da die Stadt nicht die Buslinen betreibt. Man sei jedoch schon oft auf den Verkehrsverbund und das Landratsamt zugegangen, das Thema sei bekannt, versicherte er.

Wie es denn mit der Parksituation im Wohngebiet “Im Unterfeld” aussehe, wollte ein Anwohner wissen. Von den damaligen jungen Familien hätten inzwischen auch die erwachsen gewordenen Kinder ein Auto. Der Parkplatz an der Dreschhalle sei von Anhängern und anderen Dauerparkern zugestellt. “Das ist schwierig in den Griff zu bekommen”, gab Schoch zu. Hierfür müsse das geplante Parkraumkonzept abgewartet werden. In Spielstraßen sei das Parken nur innerhalb der vorhandenen Bodenmarkierungen zulässig.

Gehwegparken und Durchfahrtstraßen

Thema war auch das Gehwegsparken. Hier versuche die Stadt mit Augenmaß vorzugehen, so Schoch. Müssten alle Fahrzeuge komplett auf der Fahrbahn stehen, sei häufig kein Durchkommen mehr für Rettungsfahrzeuge. Allerdings müssten auf dem Gehweg mindestens 1,20 Meter für Fußgänger frei bleiben. Bevorzugt werde das Parken auf dem eigenen Grundstück. Allerdings habe die Stadt keine Handhabe, das durchzusetzen.

Als gefährliche Stelle wurde von einem Anwohner die Linkskurve auf der Carl-Peter-/Büchenauerstraße benannt. Von Westen kommend würden die parkenden Fahrzeuge einen auf die Gegenfahrbahn zwingen, ohne schon sehen zu können, ob dort Gegenverkehr komme. Die Stelle sei in Beobachtung, so Schoch.

Johannes Klawe, Leiter des Bauamtes, erläuterte, wie der nach dem Abbruch der alten Mehrzweckhalle entstandene Freiplatz genutzt werden solle. Hier sei vorgesehen, eine Parkfläche einzurichten. Die Maßnahme sei bereits Teil des Bauantrags gewesen, müsse also umgesetzt werden.

Sabine Baschin, Leiterin der daneben liegenden Grundschule, bedauerte das. Das Schülerparlament ihrer Schule habe Ideen für die Brachfläche erarbeitet. Generell wünsche sie sich für ihre Schule sportliche Außenanlagen wie Sprunggrube und Tartanbahn, um nicht extra mit dem Bus und den Kindern nach Blankenloch fahren zu müssen.

Neuer Mobilfunkmast

Als kurze Notiz am Ende kündigte Hauptamtsleiter Andreas Leupolz an, dass die Telekom nach einem Standort für einen neuen Sendemasten im Bereich von Staffort suche, um die Funknetzabdeckung zu verbessern. Das stieß im Publikum auf Zustimmung.

Wasserenthärtung

Keine Informationen gab es von der Verwaltung hingegen zum Thema Wasserversorgung und -enthärtung. Oberbürgermeisterin Becker verwies auf die Sitzung des Zweckverbands Ende November oder Anfang Dezember – ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Die Verzögerung bei der Wasserversorgung erklärte sie damit, dass im Gegensatz zur ursprünglichen Planung jetzt die komplette Wasserversorgung neu errichtet werde.

Die gezeigten Präsentationen sind im Ratsinformationssystem zu finden.

forum Kommentare

whong

“Allerdings habe die Stadt keine Handhabe, das durchzusetzen”

Diese Stadtverwaltung ist so durch.
Das ist ja nicht zu glauben.

Gehwegparken konsequent ahnden, bei blockierten Straßen abschleppen.

Dann werden die Anwohner schon auf ihren privaten Parkplätzen und Höfen parken und vielleicht auch Mal ihre vollgestellten Garagen entrümpeln um dort zu parken.

Das absolut unfähige Ordnungsamt ist verantwortlich für diese Probleme, in dem es Parkverstöße seit Jahren toleriert.

Das ist ja nicht zum aushalten.