Stutenseebad öffnet am Samstag wieder

Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken (Juni 2018)

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 12.02.2026 20:37 | Keine Kommentare

Nach dem Austritt von Chlorgas am 5. Februar öffnet das Stutenseer Hallenbad am Samstag, den 14. Februar, wieder. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Als Ursache wurde ein technischer Defekt identifiziert.

Am Nachmittag des 5. Februar musste das Stutenseebad wegen des Austritts von Chlorgas geschlossen werden. Im Anschluss begaben sich die Verantwortlichen auf die Suche nach der Ursache und überprüften die technischen Anlagen.

Ursache: Technischer Defekt

„Als Ursache für den Chlorgasaustritt konnte ein technischer Defekt ermittelt werden“, so Marco Schlimm, Teamleiter Gebäudeverwaltung der Stadt Stutensee. Bei Überprüfung der Vorrichtungen sei eine Leckage am Regelventil als Ursache festgestellt worden, das auf die Chlorgasflasche montiert ist und die Regelung in das Vakuumsystem steuert. Dieses wiederum verteilt das Chlorgas im System und dient zugleich als Sicherheitseinrichtung, erläutert die Stadtverwaltung.

Vorsorglich seien alle relevanten Bauteile der gesamten Chlorgasanlage ausgetauscht und mit neuen Prüfsiegeln versehen worden. Diese Maßnahmen seien am darauffolgenden Tag erfolgt, so die Stadtverwaltung. Seit Freitag befinde sich die Anlage im Testbetrieb und zeige laut Betriebsleiter Fischer keinerlei Auffälligkeiten.

Rückerstattung möglich

Daraufhin kann das Bad am Samstag, den 14. Februar, wieder geöffnet werden. Badegästen, die von der Evakuierung am 5. Februar betroffen waren und die sich beim Team des Bades melden, will das Stutenseebad einen erneuten kostenfreien Besuch des Bads oder eine Rückerstattung anbieten.

Chlorgas im Kellerbereich

Mit Chlor wird in Schwimmbädern das Badewasser desinfiziert, um Keime und Bakterien abzutöten. Das Chlorgas wird in einem baulich separierten Raum gelagert und im Notfall automatisiert mit Wasser gebunden. Am 5. Februar stellte die Feuerwehr unter Atemschutz eine Chlorgaskonzentration im Kellerbereich fest. In den umliegenden Bereichen konnte hingegen keine Konzentration nachgewiesen werden. Durch die technische Beregnungsanlage wird bei einem Chlorgasaustritt der separierte Raum beregnet und das entweichende Gas gebunden.

Nach Kenntnisstand der Stadtverwaltung wurde eine Person aus dem Team des Bads wegen des Verdachts einer Atemwegsreizung medizinisch betreut und vorsorglich in ein Krankenhaus verbracht. Mit dem ausgetretenen Chlorgas in einer bedenklichen Konzentration sei kein Badegast in Kontakt gekommen. In der ursprünglichen Mitteilung der Polizei war von zwei Personen die Rede gewesen, die für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gekommen seien.

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