Die Stadtverwaltung Stutensee hat eine digitale Übersicht über öffentliche Plätze und Einrichtungen erstellt, die der Bevölkerung an Tagen mit hoher thermischer Belastung als Rückzugsorte dienen können. Die Maßnahme ist Teil eines übergeordneten Klimaanpassungskonzepts, das der Gemeinderat Ende vergangenen Jahres beschlossen hat. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Angesichts steigender Durchschnittstemperaturen und einer Zunahme von Hitzewellen, Trockenperioden sowie lokalen Starkregenereignissen setzt die Stadtverwaltung Stutensee verstärkt auf Maßnahmen zur Anpassung an den globalen Klimawandel. Da die Erwärmung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auf kommunaler Ebene nicht mehr gestoppt, sondern lediglich verlangsamt werden könne, rücke die Vorbereitung auf die absehbaren Folgen in den Fokus der Stadtentwicklung, so die Verwaltung.
Digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger
Als konkretes Hilfsangebot im Alltag wurde eine städtische Themenseite eingerichtet. Auf der Website der Stadtverwaltung steht ab sofort eine interaktive „Karte der kühlen Orte“ zur Verfügung. Diese verzeichnet sowohl innerstädtische Bereiche wie Spielplätze als auch Naturräume, die an heißen Tagen eine spürbare Temperaturabsenkung aufweisen.
Zudem verweist die Plattform auf die landesweite App „Kühle Orte in Baden-Württemberg“, die über gängige App-Stores bezogen werden kann. Diese Anwendung erfasst überregionale Rückzugsmöglichkeiten, darunter Trinkbrunnen, klimatisierte Museen, Freibäder und schattige Parkanlagen. Im Stadtgebiet Stutensee zählen unter anderem der Baggersee Spöck, die baumbestandene Pferdetränke an der Hauptstraße in Blankenloch sowie der Waldspielplatz Lachwald in Büchig zu den erfassten Orten.
Politischer und strategischer Rahmen
Die Bereitstellung der Übersicht resultiert aus dem Stadtentwicklungsplan 2035, der eine nachhaltige Entwicklung der Kommune vorsieht. Im vergangenen Dezember verabschiedete der Gemeinderat ein umfassendes Klimaanpassungskonzept, das als strategische Grundlage für zukünftige administrative Entscheidungen diene.
Parallel zu den Informationsangeboten befänden sich bereits weitere infrastrukturelle Maßnahmen in der Umsetzung, so die Stadtverwaltung. Hierzu zählten ein institutionalisiertes Starkregenrisikomanagement sowie die Installation von 30 Klimageräten in den städtischen Kindertagesstätten. Unterstützt würden diese Aktivitäten durch ein spezifisches städtisches Förderprogramm für Klimaschutz und Klimaanpassung.
Nachtrag (02.07.): Das Projekt befindet sich noch am Anfang, weitere Orte sollen nach und nach eingetragen werden. Der Stadtverwaltung sind für die Erstellung keine Sachkosten entstanden, da das genutzte Werkzeug vom Land kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
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