meinstutensee.de


Friedrichstal – Jahresrückblick 2012

Von meinstutensee.de | 17.12.2012 20:15 | Keine Kommentare

Erinnern Sie sich? Zum Ende des Jahres lassen wir dieses noch einmal Revue passieren. 2012 war das Jahr der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele in London, nicht nur Griechenland hat mit der Schuldenkrise zu kämpfen und Barack Obama wird für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Wenn man die finanzpolitische Szenerie im Herbst des Jahres 2012 betrachtet, dann hat man das Gefühl, dass in jedem Statement dazu das Wort Krise vorkommen müsste. Es gibt viele Anzeichen dafür, dass wir nicht vor einer Krise stehen, wohl aber vor einer durchaus normalen Seitwärtsbewegung der deutschen Volkswirtschaft in den nächsten zwei Jahren. Was danach kommt, weiß sowieso keiner. Diese Seitwärtsbewegung ist die notwendige Konsolidierungsphase nach dem schnellen und stürmischen konjunkturellen Aufschwung der letzten beiden Jahre, die den massiven Einbruch 2008 und 2009 sehr schnell vergessen hat lassen. Diese Konsolidierungsphase der Konjunktur wird uns nicht belasten, sie tut uns sogar gut, weil wir nicht nur aber besonders beim Einkauf von Bauleistungen derzeit Opfer deutlicher konjunktureller Überhitzungstendenzen mit massiver Angebotsverknappung und deutlich erhöhten Preisen geworden sind.

Was hat sich in Stutensee im Jahre 2012 getan und besonders in unserem Stadtteil in Friedrichstal.

Energetische Sanierung der Sporthalle wurde fortgesetzt
Nach der Dachsanierung, Lüftung, Heizung und Deckensanierung im Jahre 2010 und 2011 wurden im Jahre 2012 die Prellwände und Innenanstrich erneuert: Im Jahre 2013 ist die Gesamtsanierung der sanitären Anlagen vorgesehen.

Baugebiet Wohnen mit der Sonne
Nach der Eröffnung des „Magnus von Baden Haus“ am 27. März 2011 setzte sich die rege Bautätigkeit im Jahre 2012 fort. Deshalb hat der Ortschaftsrat Friedrichstal bereits im Jahre 2011 die Umlegung des dritten Bauabschnittes beantragt. Die Umlegung soll nun im Jahre 2013 erfolgen. Bei einer schnellen Einigung mit den Grundstückbesitzern könnte nach der Erschließung im Spätjahr 2014 Baubeginn sein.

Sanierung der Straßen- und Kanalsanierung der Hardtwaldstraße mit Seitenstraßen
Die Bauarbeiten für die Straßen- und Kanalsanierung in der Parkstr. West, Silcherstr. und Hardtwaldstraße wurden im vergangenen Jahr zur Zufriedenheit der Stadtver-waltung und Anlieger durchgeführt. Einen herzlichen Dank an die Anlieger für das gute Miteinander während der Bautätigkeit. Im Jahre 2013 erfolgt die Sanierung des Reststückes der Hardtwaldstraße sowie die Teilstücke der Lessingstraße, Hagenbuchenstraße und Hebel-straße.

L 560 zwischen Friedrichstal und der B 36
Leider hat sich hier auch im Jahre 2012 nichts getan. Im vergangenen Jahr hat Verkehrs-minister Hermann immer wieder die Aussage zum Straßenbau gemacht: Sanierung und Erhalt vor Neubau. Die L 560 von Friedrichstal nach Graben-Neudorf befindet sich in ei-nem äußerst desolaten Zustand und an der seit vielen Jahren vom Land keine Erhal-tungsmaßnahmen vorgenommen werden. Die SPD hat im September 2010 einen öffentlichen Wettbewerb ausgelobt, um die schlechteste Landesstraße in Baden-Württemberg zu finden. Die L 560 hat meines Wissens den 2. Platz belegt. Die neue Landesregierung ist gefordert ihr Wahlversprechen einzulösen.

Unterbringung von Asylbewerber in Friedrichstal in der Karlsfeldstraße
Wie Ihnen aus Pressemitteilungen bekannt ist, hat das Landratsamt in der Karlsfeldstra-ße das schon in früheren Jahren als Aussiedlerheim genutzte Anwesen renoviert, um Asylbewerber unterzubringen. Der Einzug der Asylbewerber erfolgt in den nächsten Tagen noch vor Weihnachten. Stadt, Kirche und andere Organisationen möchten die Asylbewerber unterstützen und begleiten sowie zur Überwindung fremdenfeindlicher Tendenzen beitragen.

30 Jahre Partnerschaft Saint-Riquier – Stutensee
Fünfzig Jahre Freundschaftsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland, dreißig Jahre Partnerschaft zwischen Saint-Riquier und Friedrichstal – beides durften wir in diesem Jahr begehen und miteinander feiern. Beides ist nötig, das große, nationale Geschehen und das Geschehen vor Ort. Beide Ebenen sind aufeinander bezogen, brauchen einander, befruchten einander, bilden miteinander ein Ganzes!
Wie hat es Andre Bas bei der Gründung der Partnerschaft doch zum Ausdruck gebracht?
„Das Gestern und das Heute geben sich die Hand, um das Morgen zu bereiten!“
Dass es zu einer Partnerschaft zwischen Saint-Riquier und Stutensee gekommen ist, dürfen wir als Geschenk begreifen. Dieses Geschenk will gepflegt sein. Es ist eine Gabe, zugleich aber auch eine Aufgabe, die sich immer wieder neu stellt. Möge es gelingen, mit Gottes Hilfe Hand in Hand und miteinander das Morgen zu gewinnen! Das wünschen wir uns für unsere Partnerschaft in ihren Weg in die Zukunft.
Ich lade Sie heute schon recht herzlich zur Partnerschaftsbegegnung vom 27.7. – 30.7.2013 in unserer Partnerstadt Saint-Riquier ein.

Partnerschaft St. Riquier 2012

Sonstige Veranstaltungen
Des Weiteren wurde die Stadtputzete, die Seniorenfeier und „Markt und Kerwe“ von der Ortsverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat und Vereinen durchgeführt. Vor der Kulisse der Evangelischen Kirche auf dem Marktplatz fand der Friedrichstaler Weihnachtsmarkt mit über 30 Weihnachtshäuschen am 2. Adventswochenende zum zehnten Mal statt.

Ehrenamtliches Engagement
Auch im vergangenen Jahr  haben sich wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in vielfältiger Weise für unsere Stadtteil Friedrichstal  in Vereinen und anderen Organisationen oder auch ganz individuell ehrenamtlich engagiert.  Ich bitte Sie herzlich darum, denn dies ist notwendiger denn je. Ganz besonders bedanke ich mich an dieser Stelle bei den Helfern  beim Ausbau des Waldspielplatzes.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Weihnachtszeit ist ein traditioneller Anlass, sich den Mitmenschen und der Welt zu öffnen und sich Zeit zur Besinnung auf das Wesentliche zu nehmen. Ich hoffe aufrichtig, dass auch Sie in diesen Tagen die Ruhe finden, für sich selbst, Ihre Freunde und Verwandten, aber auch für die Belange derer, die Ihre Hilfe benötigen. Oft sind es schon kleine Gesten und Aufmerksamkeiten, die viel bewegen. Wer sich ehrenamtlich engagiert und soziale Verantwortung übernimmt, der hat sich in besonderer Weise geöffnet. Sie sind immer für andere da. Sie haben stets das sprichwörtliche offene Ohr. Es ist wohl die Fähigkeit zuzuhören, die so verständnisvoll macht. Wer anderen zuhört, kann neue Offenheit entwickeln. Offenheit dafür, was wirklich wichtig ist: Anderen zu zeigen, dass sie ernst genommen werden und nicht allein mit ihren Problemen sind.

Ich möchte Sie alle deshalb bitten, zu Weihnachten bewusst ein wenig hinzuhören und zu entdecken was ihre Mitmenschen bewegt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Familien, Freunden und Bekannten ein fröhliches und sinnerfülltes Weihnachtsfest und einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr und für 2013 ein Jahr voll Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.

Ihr

Kurt Gorenflo (Ortsvorsteher)

Kommentare

Kommentare sind geschlossen