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Haus Edelberg-Bewohner besuchten Heimatmuseum Friedrichstal

Von meinstutensee.de | 04.05.2013 12:56 | Keine Kommentare

Ein Besuch im Hugenotten- und Heimatmuseum lohnt sich immer wieder, genau das stellte auch eine Bewohnerin fest, die schon wiederholt dabei war. Alle anderen waren zum ersten Mal mit von der Partie als Georg Wangler (Betreuungskraft) und Renate Wüst (Ergotherapie) mit Bewohnern des Senioren-Zentrums Haus Edelberg Stutensee-Friedrichstal das Museum besuchten. Alle folgten gespannt den interessanten Ausführungen von Erich Borell, der  wieder eine sehr abwechslungsreiche und spannende Führung bot.  Auch der obere Stock wurde dieses Mal besichtigt, da alle Senioren noch recht gut zu Fuß sind und die Treppe so kein Hindernis darstellte. Die Zigarrenfabrikation weckte das Interesse der männlichen Senioren, hingegen zeigten sich die Damen sehr beeindruckt von den Hutmodellen und den Gerätschaften einer Hutmacherin, die erst vor kurzer Zeit altersbedingt ihren Hutsalon in der Karlsruher Südstadt aufgegeben und ihr Equipment dem Museum überlassen hat. Am liebsten hätten sie das eine oder andere Hütchen aufprobiert und es hätte ihnen bestimmt gut gestanden.

Im unteren Stock wurde natürlich wieder die alte Lehrerwohnung  besichtigt und hier erinnerten die Senioren sich lebhaft an früher. Steine, die man anstatt einer Wärmflasche ins Bett gelegt hat, das „Bottschamberle“ im Nachttisch, das einem den Weg über den Hof zum Abort in der Nacht ersparte.  Ein solches, nicht immer sehr gemütliches Häuschen, nicht zu vergleichen mit den heutigen Bädern und Toiletten,  kennen alle aus ihre Kindheit. Sie erinnerten sich an den Duft, die Fliegen und an die Ängste, dass man durch das Loch fallen könnte. Im Schulzimmer nahmen alle auf den Bänken Platz und fühlten sich fast wieder wie Schüler. Eine Seniorin vermisste das Tatzenstöckchen, das gehöre unbedingt in so ein altes Klassenzimmer. Lebhaft erzählte sie von Tatzen, die sie als Kind bekommen hat. Anscheinend war das die bevorzugte Bestrafung von unartigen Mädchen. Die Buben hingegen wurden über die Bank gelegt und ihnen wurde der Hintern versohlt. So eine Erinnerung vergisst man wohl nicht, denn es ist immer wieder ein Thema, wenn man über die Schulzeit spricht.

Alles in allem war es ein sehr interessanter Vormittag und der Abschied fiel schwer, entdeckte man doch immer wieder etwas anderes und auch der Gesprächsstoff ging nicht aus.

Besuch im Heimatmuseum

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