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Kreistag beschließt Verbesserungen im ÖPNV

Pressemitteilung von Landratsamt Karlsruhe | 21.05.2013 12:36 | Keine Kommentare

Stadtbahn S2 (Foto: KVV)Nachdem eine Weiterführung der Stadtbahnlinie S2 von Stutensee über Bruchsal bis nach Waghäusel keine Förderung erhalten und damit nicht realisiert werden kann, hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung dem ersten Schritt für eine Verbesserung des Buskonzeptes im nordwestlichen Landkreis zugestimmt. Ziel ist es, das Angebot auf den beiden Buslinien 123 (Karlsruhe -) Stutensee- Karlsdorf-Neuthard – Bruchsal und 125 Bruchsal – Forst – Hambrücken – Waghäusel auszuweiten und zu optimieren. Aufgrund des Umfangs und der Komplexität dieses Vorhabens wird stufenweise vorgegangen: Erster Schritt ist die Verknüpfung der Linien 123 und 125 zum Fahrplanwechsel im Juni, was zum Beispiel den Vorteil bringt, dass die Linie 123 auch über die Käthe-Kollwitz-Schule sowie die Linie 125 über den Bahnhof Bruchsal hinaus verkehren kann und Fahrgäste aus Hambrücken ohne Umstieg zu den Arbeitsplätzen bei der SEW, John-Deere oder dem KIT gelangen können. In Gegenrichtung können Fahrgäste aus Karlsdorf-Neuthard direkt zum Krankenhaus Bruchsal fahren. Gleichzeitig sollen die Anschlüsse an die Stadt- und S-Bahnen in Spöck und Waghäusel attraktiver gemacht werden. Zum Einsatz sollen moderne Niederflurbusse kommen. Ebenfalls ist vorgesehen, die bestehenden Haltestellen auszubauen um den Komfort zu verbessern. In weiteren Schritten wird eine engere Verzahnung der Regionalbusse mit dem Bruchsaler Stadtbus und eine Verdichtung des Taktes – insbesondere am Wochenende – sowie eine Verlängerung der Betriebszeiten in den Abend- und Nachtstunden geprüft.

Noch viele offenen Fragen gibt es hingegen beim Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die S-Bahn-Strecke Karlsruhe-Mannheim. Sie wird mit Gesamtkosten in Höhe von rund 59 Mio EUR kalkuliert, wovon auf die Haltepunkte Stutensee-Blankenloch, Waghäusel und Wiesental im Landkreis voraussichtlich rund 4,3 Mio EUR entfallen. Nicht Gegenstand des Vertrages sind die Ausbauten der Haltepunkte Friedrichstal und Graben-Neudorf, da diese im Rahmen des Projektes „Stadtbahn Karlsruhe-Stutensee“ bereits umgebaut bzw. mit der S-Bahn-Maßnahme Bruchsal-Germersheim umgebaut werden. Eine in den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterschiedliche Förderpraxis droht die Umsetzung der Planung nun aber ins Stocken zu bringen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel hatte deshalb an den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann appelliert, bei der Abrechung der Planungskosten einen pauschalen Kostenansatz zu Grunde zu legen, wie es das Land Rheinland-Pfalz tut, was von der Deutschen Bahn Stationsservice AG akzeptiert wird und gleichzeitig einen verminderten Verwaltungsaufwand bedeutet.

Daneben informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel das Gremium, dass Verkehrsminister Winfried Hermann auf sein Schreiben in Bezug auf mehr Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) geantwortet habe. So führte der Minister aus, dass das Land Baden-Württemberg auf Wettbewerb setze, um die Finanzierung des SPNV-Angebots auf Dauer sicherstellen zu können, was ausdrücklich auch für die Albtal-Verkehrsgesellschaft gelte, zumal auch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen die für den Karlsruher Verkehrsverbund charakteristischen Zweisystemleistungen erbringen können.

Quelle: Landratsamt Karlsruhe

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