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Taschen aus Landkarten – Interview mit Schülerfirma MapBags

Von meinstutensee.de | 30.01.2014 20:08 | Keine Kommentare

Schülerfirma-GründungsveranstaltungVor kurzem haben Schülerinnen und Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums eine eigene Firma namens “MapBag” gegründet, die aus alten Landkarten Taschen herstellt und verkauft. Wir wollten mehr zu den Hintergründen wissen. Die Fragen wurden von mehreren Schülern von “MapBag” beantwortet.

meinstutensee.de: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, aus alten Landkarten Taschen zu machen?

Die Landkarten liegen schon eine ganze Weile in unserer Schule, dem Thomas-Mann-Gymnasium,  und wurden nicht verwendet, da sie teilweise veraltet oder am Rahmen beschädigt sind, sodass sie im Schulgebrauch nichtmehr verwendet werden konnten.

Aufgrund dessen kam das Lehrer-Kollegium auf die Idee, diese in einem Seminarkurs verarbeiten zu lassen. Somit kamen wir nach einiger Bedenkzeit auf die Idee, Taschen und Mäppchen zu vermarkten.

Wie kam es dazu, aus dieser Idee eine eigene Firma zu machen? Wie viele Schüler sind daran beteiligt?

Die Gründung einer Firma war der vorgegebene Rahmen des Seminarkurses für den sich letztendlich 14 Schüler entschieden haben.

Wie ist das bei den Lehrern angekommen? Gab es von Anfang an Unterstützung?

Unterstützt wurden wir von Anfang an von unseren Betreuungslehrern Herr Schmidt und Herr Reiter, die den Seminarkurs leiten. Nachdem unsere Idee publik wurde, bekamen wir einige positive Rückmeldungen von anderen Lehrern. Einige Lehrer äußerten sofort besondere Wünsche.

Um eine Firma anzumelden, sind allerlei Formalitäten und viel Organisation erforderlich. Habt ihr das allein geschafft oder habt ihr euch beraten lassen?

Beratung bezüglich der Formalitäten und der Organisation erhielten wir unter anderem von der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie auch von unseren Lehrern. Wir Schüler haben uns außerdem mehrere Wochen mit dem Thema BWL auseinandergesetzt und uns über diverse Teilbereiche informiert.

Wie finanziert sich die Firma?

Um ein gewisses Startkapital für Produktion und Marketing zu erhalten haben wir Anleihen verkauft. Darüber hinaus erhielten wir netterweise auch einige Spenden. Unter den Spendern war auch meinstutensee.de. Die spätere Einnahmequelle wird ausschließlich der Verkauf der Taschen und Mäppchen sein.

Die Produkte sollen von der JVA Heilbronn produziert werden. Wie ist es dazu gekommen? Und welche Aufgaben bleiben bei euch?

Die Idee, die Taschen von der JVA Heilbronn produzieren zu lassen, kam von einem Seminarkursteilnehmer, dessen Vater bei der Polizei arbeitet. Somit haben wir auch gleich den sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit abgedeckt. Wir sind nun dafür zuständig, die Landkarten dem Schnittmuster entsprechend zuzuschneiden und uns um Tragegurte, sowie Klarlack, mit dem wir die Taschen haltbarer machen wollen, zu bestreichen.

Wie lange wird eure Firma existieren? Bis zum Ende des Schuljahres? Oder besteht im Erfolgsfall die Möglichkeit, längerfristig zu arbeiten?

Die Frage ist bisher schwer zu beantworten, da das Projekt im Rahmen eines Seminarkurses stattfindet und daher nur bis Ende dieses Schuljahres angesetzt ist. Hinzu kommt, dass unsere Vorräte an Karten begrenzt sind, weshalb wir fertig sind, wenn alle verarbeitet und verkauft wurden.

Wie kann man eure Produkte erwerben? Haben auch Leute ohne direkten Kontakt zum TMG die Möglichkeit, etwas zu bestellen, beispielsweise über einen Online-Shop?

Einen Online-Shop gibt es nicht. Über unsere E-Mail-Adresse, die man auf der Homepage finden kann, nehmen wir jedoch Vorbestellungen entgegen.

Vielen Dank für das Interview!

Bildquellen

  • Schülerfirma-Gründungsveranstaltung: Marianne Lother

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