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Staffort platziert Gedenktafel für die Gefallenen des I. Weltkrieges

Pressemitteilung von Ludwig-W. Heidt/Ortsvorsteher Staffort | 31.03.2014 11:39 | Keine Kommentare

Unter dem Tagesordnungspunkt 8 ging es in der jüngsten Sitzung des Stafforter Ortschaftsrats um die Beratung und den Beschluss über den künftigen Platzierungsort der Gedenktafel für die Gefallenen und Vermissten des I. Weltkrieges, dessen Beginn sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Die metallene Gedenktafel war vor der Renovierung in der evangelischen Kirche im nördlichen Schiff links neben dem Altarraum angebracht. Sie ist den Gefallenen und einem Vermissten des I. Weltkrieges gewidmet. Nach Abschluss der Kirchenrenovierung traf der Kirchengemeinderat den Beschluss, sie nicht wieder im Kirchengebäude anzubringen.

Daraufhin übernahm sie der Ortsvorsteher Ludwig-W. Heidt, da sie im Grunde dem Kulturgut des Ortes zuzuordnen ist. Jetzt galt es, einen geeigneten Platzierungsort zu finden, damit diese Gedenktafel nicht irgendwo, für alle Zeiten unbeachtet, deponiert wird. Sie hat eine Breite von 110 Zentimetern und eine mittige Höhe von 80 Zentimetern. Auf ihr sind 26 Gefallene und ein Vermisster genannt. Das Anbringdatum in der Kirche und der Auftraggeber konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. Letzterer war aber vermutlich die damalige politische Gemeinde. Hersteller war die Badische Kunstwerkstätte Eduard Mayr in Karlsruhe-Beiertheim.

Der obige Text lautet: “Unseren tapferen Helden 1914-1918 zum ehrenden Gedenken“. Der mittige Text lautet: „Sei getreu bis an den Tod. So will ich Dir die Krone des Lebens geben“ aus Offenbarung 2.10. Der untere Text lautet: „Gewidmet von der dankbaren Gemeinde Staffort“.

Dies sind jeweils Ausdrucksweisen der damaligen Zeitepoche, die sicherlich heute glorifizierend erscheinen, die aber auch in der heutigen Zeit diese Gedenktafel als Kulturgut des Ortes gelten lassen müssen. Auch sie setzt, wie das Kriegerdenkmal vor der Kirche genauso, Impulse zum Nachdenken und macht den Wahnsinn von Kriegen, Völkermord, Vertreibung, Zerstörung und Leid deutlich. Das Gremium nahm den Vorschlag des Ortsvorstehers einstimmig an, die Metalltafel im ehemaligen Rathaus an der Wand vor dem Eingang zum früheren Bürgerbüro anzubringen. Das frühere Rathaus und jetzige Verwaltungsstelle ist als gewissermaßen historisches Gebäude Stafforts hierzu am ehesten geeignet.

Quelle: Ludwig-W. Heidt/Ortsvorsteher Staffort

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