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Flurbereinigung Stutensee-Nord

Pressemitteilung von Kurt Gorenflo/Ortsvorsteher Friedrichstal | 09.06.2014 20:28 | Keine Kommentare

„Die Zuteilung ist fertig, die neuen Grundstücke stehen auf dem Papier“ eröffnete der das Flurbereinigungsverfahren Stutensee-Nord ausführende Ingenieur Uwe Giraud den 35 Interessenten. Der Zuteilungsentwurf sei eine Folge der „Wunschtermine“ und der schriftlichen Nachfragen in 2010 und 2011, an denen die Eigentümer Wünsche über die Lage ihrer künftigen Grundstücke äußern konnten. Rund 80 Prozent der Wünsche konnten erfüllt werden.

Ab Juli werden die neuen Grundstücke in der Flur abgesteckt. Rund 4000 Grundstücke werden mit Stöcken gekennzeichnet, die eine Nummer tragen. Bis Oktober soll die Kennzeichnung abgeschlossen sein. Grenzsteine werden keine mehr gesetzt, können aber gegen Kostenübernahme noch beantragt werden. Am 14. August werde im Mitteilungsblatt die vorläufige Besitzeinweisung bekannt gemacht. Anfang August bekomme jeder der rund 2000 Grundstückseigentümer ein Merkblatt mit Informationen und einer Rechtsbehelfsbelehrung zugeschickt, sowie eine Karte auf der alle Grundstücke eingezeichnet sind. Zwei bis drei Jahre dauere es, bis die Verzeichnisse erstellt seien. Diese Verzeichnisse werden den Grundstückseigentümern zugestellt, dann werden eingegangene Widersprüche abgearbeitet und Berichtigungen vorgenommen. Deutlich betonte Giraud, dass nicht nach Fläche, sondern nach Werten zugeteilt werde. Wer beispielsweise 10 ar Boden minderer Qualität einwerfe könne ein Grundstück zugeteilt bekommen, das eine höhere Bodenklasse aufweise, dafür aber ein halbes ar kleiner sei. „Fläche alt“ und „Fläche neu“ seien nicht identisch. Hinzu komme noch der Abzug für öffentliche Wege, die dort gebaut werden, wo früher Überfahrtsrechte üblich waren. Hier seien noch einige Restarbeiten zu erledigen.

Zu den Pachtverhältnissen erklärte Giraud, das Amt habe einen Entwurf zur Pachteinteilung erstellt: Wer bewirtschaftet jetzt wieviel? Nach einem Abzug für Grünstreifen und Belange des Naturschutzes werden die Flächen neu eingeteilt. Jeder Landwirt erhalte Nachricht über seine Pachtfläche und soll sich mit dem Eigentümer selbst in Verbindung setzen. Umgekehrt werden die Eigentümer benachrichtigt, wer als Pächter in Frage komme. Jeder Eigentümer soll mit seinem Bewirtschafter einen Vertrag schließen, 1,– Euro pro Ar sei der übliche Pachtpreis. Mit einer Fragerunde der Teilnehmer über Einzelfälle wie Baumgrundstücke, Brombeerhecken, Grundstücke am Gewässer oder Kleingärten in Feldlage endete der „Ortstermin“, der aufgrund der großen Interessentenzahl im Saal stattgefunden hatte.

Quelle: Kurt Gorenflo/Ortsvorsteher Friedrichstal

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