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Klaus Demal weiterhin Oberbürgermeister von Stutensee

Ehrlein gratuliert Demal

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 08.02.2015 21:27 | 8 Kommentare

Bei der Oberbürgermeisterwahl am 8. Februar 2015 gewann Amtsinhaber Klaus Demal (Freie Wähler) mit 86,12 %. Gegenkandidatin Susanne Enderle (Die PARTEI) kam auf 13,35 %. Die Wahlbeteiligung stieg von knapp 25 % bei der letzten Wahl 2007, bei der Demal der einzige Kandidat gewesen war, auf 35,06 %. (Alle Zahlen vorläufiges amtliches Endergebnis.)

Während Demal 2007 noch auf ca. 98 % Zustimmung gestoßen war, bot Susanne Enderle nun auch denen, die mit Demals Arbeit unzufrieden sind, eine Alternative. Demal erhielt 5657 Stimmen, Enderle kam auf 877. Ein durchaus achtbares Ergebnis, wie Bürgermeister Ehrlein in seiner Ansprache am Wahlabend im Rathaus bemerkte.

Enderle ist es wohl auch anzurechnen, dass die Wahlbeteiligung um ca. 10 Prozentpunkte angestiegen ist, wenngleich 35 % bei einer Wahl, die am direktesten Einfluss auf das Wohnumfeld der Wähler hat, auch nicht zufriedenstellend sein können. Bei der vorletzten Oberbürgermeisterwahl in Stutensee 1999 lag sie noch bei ca. 62 %.

Nach aktueller Gesetzeslage kann Klaus Demal bis zum Erreichen der Altersgrenze nicht mehr die volle Amtszeit von 8 Jahren im Amt bleiben, sondern nur fünf. Allerdings arbeitet die Landesregierung daran, dieses Gesetz zu ändern. Ob es kommt und ob Demal dann acht Jahre im Amt bleiben würde, ist abzuwarten.

Ehrlein bedankte sich als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses in seiner Ansprache am Wahlabend in erster Linie bei den ehrenamtlichen Wahlhelfern und den Mitarbeitern im Rathaus und gratulierte dem Wahlsieger.

Sickinger gratuliert Demal

Sickinger gratuliert Demal

Als Vertreter des Gemeinderates gratulierte Heinrich Sickinger (SPD) dem Wahlsieger zu seiner dritten Wiederwahl in Stutensee. Die Mehrheit für Demal sei überwältigend, auch wenn es keine 90 oder 100 % seien. Das zeuge von lebendiger Demokratie. Das Ergebnis für Susanne Enderle nannte er respektabel. Sickinger geht davon aus, dass Demal auch bei einer Gesetzesänderung mit 71 Jahren nicht ein weiteres Mal kandidieren werde, was er für eine Chance hält, da er dann auch unangenehme, aber wichtige Themen angehen könne, ohne auf seine Wiederwahlschancen achten zu müssen. Abschließend dankte er getreu dem Motto “Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau” auch Frau Demal.

Fischer überreicht Krawatte

Fischer überreicht Krawatte

Klaus Demal dankte allen, die zur Wahl gegangen sind, insbesondere seinen Wählern. Er wolle weiterhin seine ganze Kraft der Arbeit für die Stadt widmen. Zudem wünschte er auch seiner Konkurrentin alles Gute.

Bundestagsabgeordneter Axel E. Fischer (CDU) freute sich über den Schwung, der Dank Susanne Enderle in den Wahlkampf gekommen sei. Zudem wäre bei nur einem Kandidaten keine Wahlbeteiligung von 35 % zu erreichen gewesen. Als kleines Geschenk überreichte er Demal seine eigene Krawatte in den badischen Farben und gratulierte ihm zu dem hervorragenden Ergebnis.

Weitere Glückwünsche kamen aus dem Kreistag, dem Gemeindetag und dem Personalratsvorsitzenden der Stutenseer Stadtverwaltung.

Bildquellen

  • Sickinger gratuliert Demal: Martin Strohal
  • Fischer überreicht Krawatte: Martin Strohal
  • Ehrlein gratuliert Demal: Martin Strohal
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Kommentare

Gegen wen hätte er verlieren sollen?.Frau Enderle??

Gestern, 18:30h im Rathaus. Es kam mir wie eine etwas skurile Inzenierung vor. Abgeordnete und Vertreter der freien Wähler, der CDU und SPD kamen zu Wort, gratulierten überschwenglich. Natürlich wurde die 10% höhere Wahlbeteilung schön geredet und als Verdienst des Herrn Demal dargestellt (!)

Angereiste Vertreter des Bundes & Landesvorstandes der Partei “Die Partei” hingegen wurden erst gar nicht gehört.

Ein Zwischenruf, warum Frau Enderle nicht wenigstens ein paar Blumen bekam wurde später mit der Überreichung der gebrauchten Tischdekoration in Form eine Gedecks “ausgeglichen”.

Man darf nur hoffen ,dass es in 5 Jahren in Stutensee wieder eine Wahlbeteiligung von über 50% geben wird. Das Wahlergebnisse dann auch wieder die weitgehende Meinung aller Bürger und Gruppierungen repräsentieren.

Stellen Sie sich vor, wir wären ernsthaft an die Sache ran gegangen…

Darius

@Die PARTEI Stutensee: Was dieser Satz soll ist mir schleierhaft. Wenn die PARTEI ihn so meint, wie er da steht, haben Sie also wissentlich Frau Enderle für einen Spaß missbraucht? Hoffentlich hat sie daran auch ihre Freude, dass sie in der Öffentlichkeit politisch missbraucht wird. Weiterhin finde ich es gegenüber den Bürgern, die sich aktiv damit beschäftigt haben, Frau Enderle, ihre Hintergründe und mögliche Vorgehensweise kennenzulernen und zu verstehen nicht in Ordnung.
Aber mit diesem Satz bestätigt die PARTEI dann leider doch die Vorurteile, die viele im Vorfeld bereits äußerten, dass man die PARTEI eben nicht ernst nehmen kann.
Eines kann man Herrn Demal bestimmt nicht abstreiten: Er nimmt sein Amt ernst und engagiert sich!

Na da sage ich doch herzlichen Glückwunsch.

@Darius. Unterlassen sie bitte diese Unterstellungen und bleiben sie sachlich.

Darius

@Martina Sonnebock:
Mein Beitrag war durchaus sachlich gemeint. Als Darstellung meiner persönlichen(!) Ansicht und Reaktion auf den Beitrag von “Die Partei Stutensee”, die da schrieb: Stellen Sie sich vor, wir wären ernsthaft an die Sache ran gegangen.

@Darius:
Ich verstehe das so:
Stellen Sie sich mal vor, was möglich gewwesen wäre, hätte man einen ernsthaften Angriff auf Herrn Demal gestartet. Hätte man ein paar 1000 Euro in die Hand genommen, hätte man einer “seriösen” Partei angehört, hätte man einen “reiferen” Kandidaten präsentiert, hätte man sich mehr vorbereitet und und und.
Wenn man sich außerdem vor Augen hält, daß es diese Ortsgruppierung erst seit Sommer letzten Jahres gibt und es den Anschein hat, dass es sich um komplette Politikneulinge handelt, konnte die PARTEI Stutensee keinen “ernsthaften” Wahlkampf führen. Da fehlt einfach die Chancengleichheit.
Von daher gilt der PARTEI mein Dankeschön für den gezeigten Mut, den allen anderen fehlt. Nicht nur bei dieser Wahl, sondern auch bei der davor.


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