Pressemitteilung von Manfred Beimel/Ortsvorsteher Spöck

Am vergangenen Freitag war es schließlich so weit: das Warten hatte ein Ende. Auf den Tag genau 1150 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung unseres Ortes wurde in einem offiziellen Festakt der Geburtstag von Spechaa, heute Spöck, gefeiert. Der Festausschuss, unterstützt von vielen weiteren Helfern, hatte in umfangreichen Vorbereitungen die Elemente für einen sehr denkwürdigen Abend zusammengestellt. Das für dieses Ereignis aufgestellte Festzelt konnte mehr als doppelt so viele Besucher wie die Spechaahalle aufnehmen – was auch unbedingt nötig war, denn die Anmeldungszahlen zu diesem Abend waren überwältigend.

Das Programm des Abends bot in lockerer Abfolge unterhaltsame Beiträge – durchweg gestaltet von Spöcker Vereinen, Künstlern und Einwohnern – sowie Festreden und Grußworte. In seiner Begrüßung, teils auf Hochdeutsch, teils auf „Spöckerisch“, läutete Ortsvorsteher Manfred Beimel den Festakt humorvoll und unkonventionell ein, wobei die Ehrengäste sehr individuell begrüßt wurden.

Schwungvoll und gekonnt führten Svenja Hofheinz und Dr. Klaus Mayer durch das Programm des Abends, den der Musikverein „Harmonie“ mit dem „Spöcker Marsch“ eröffnete. Unser Spöcker Mundartdichter Karl Mack beleuchtete das Jubiläumsgeschehen mit seinen augenzwinkernden Texten aus einer ganz eigenen Perspektive. Dabei wurden auch die 1150 gehäkelten Esel präsentiert, die mehr als 30 begeisterte Frauen „made in Handarbeit“, „made in Spöck“ liebevoll hergestellt hatten. Oberbürgermeister Klaus Demal verwies in seiner Ansprache überwiegend auf die jüngere Geschichte unseres Ortes und dessen positive Entwicklung als Stadtteil der großen Kreisstadt Stutensee. Der Gesangverein „Eintracht“ unterstrich mit seinem Liedbeitrag, „Zeit ist ein Geschenk“ an die vielen schönen Dinge, die wir im Laufe eines Lebens erfahren. Die Grußworte des Landtagsabgeordneten Joachim Kößler und von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel rückten Spöck auf sehr humorvolle Art in einen regionalen Fokus. Der Gesangverein „Liederkranz“ zeigte in seinem Liedbeitrag, der „Ode an die Freude“ sehr deutlich, welchen hohen Stellenwert wir Spöcker diesem Jubiläum zumessen.

Die nachbarschaftlichen Grüße wurden von Hans D. Reinwald, dem Bürgermeister von Graben-Neudorf, stellvertretend für alle Nachbarkommunen übermittelt. Die Ortsvorsteher von Friedrichstal, Kurt Gorenflo, von Staffort, Ludwig-Wilhelm Heidt, und die Stadtteilausschussvorsitzende aus Blankenloch (mit Büchig), Frau Sylvia Duttlinger, überbrachten die Glückwünsche der anderen Stutenseer Stadtteile.

Ein absolutes musikalisches Highlight des Festabends bot Fabian Huissel mit zwei brillant vorgetragenen Klavierstücken, einer modernen Version des „Türkischen Marsch“ von Wolfgang Amadeus Mozart und einem rasant schnellen Ragtime. Danach zeigte Pfarrer Walch im Grußwort beider Kirchengemeinden, der katholischen und der evangelischen, wesentliche historische und gegenwärtige Stationen des Spöcker Lebens auf. Der „Spöcker Esel“ war an vielen Stellen schon bedacht worden, doch Dekan i.R. Friedegern Müller widmete diesem oftmals verkannten Grautier eine eigenes Gedicht um heiter und schwungvoll mit einigen Vorurteilen und Fehleinschätzungen aufzuräumen.

Zwölf kunstvoll gestaltete, lebensgroße Esel hatten den ganzen Abend über den roten Teppich am Eingang gesäumt. Diese werden, als Botschafter des Jubiläumsjahres, an markanten Stellen des Ortes aufgestellt werden. Nach einer kurzen Pause setzte sich das Programm dann mit einem weiteren Höhepunkt fort, als die erste Szene des Stationentheaters, die Übergabe der Urkunde im Jahr 865 von König Ludwig dem Deutschen an Bischoff Gebehardt von Speyer, auf der Bühne aufgeführt wurde. Die Akteure wurden mit tosendem Beifall bedacht für ihre begeisternde Aufführung. Der aus 114 Mitwirkenden bestehenden Theatergruppe wurde für die Auführungen am 16. und 17. Mai der „Spöcker Oskar“ (ein goldener Esel) verliehen, den stellvertretend Heiko Raupp, Corina Mayer und Theo Friedle entgegen nahmen.

Danach wurde es wieder sehr viel sachlicher, als Professor Dussel einen Einblick in die von ihm verfasste Ortschronik gewährte. Die Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen hatte die Erstellung dieses Werkes großzügig unterstützt, worauf sich Herr Lutz Boden, Mitglied des Vorstandes, in seinem Grußwort bezog. Schließlich überbrachte der Ortsvorsteher von Spöck (Ortsteil der Gemeinde Ostrach bei Sigmaringen), Herr Rudolf Birkhofer, noch die Grüße von einem der zwölf „Spöck“ in Deutschland, die allesamt von einer Motorradgruppe in den vergangenen Monaten besucht worden waren. Als der Ortsvorsteher von „unserem“ Spöck, Manfred Beimel, schließlich den offiziellen Teil des Abends beendete und, nach einer für Spöck speziell ergänzten Version des Badnerliedes (begleitet vom Musikverein Harmonie) die Sektkorken dann knallen konnten waren sich alle Gäste einig: es war ein großartiges Programm gewesen und eine absolut gelungene Veranstaltung zu unserem 1150-jährigen Jubiläum.

meinstutensee.de hat außerdem eine Videoreportage zu der Veranstaltung veröffentlicht.

Quelle: Manfred Beimel/Ortsvorsteher Spöck

Bildquellen

  • Festakt 1150 Jahre Spöck: Rolf Stahl
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