Pressemitteilung von Ludwig-W. Heidt/Ortsvorsteher Staffort

Angesichts des ständig zunehmenden Flächenverbrauchs in den Außenbereichen der Städte und Gemeinden hat die Landesregierung vor längerem reagiert und sie befördert klar das Ziel von sinnmachenden innerörtlichen Weiterentwicklungen. Genau solche Zielsetzungen sind in unseren Stadtteilen umsetzbar, denn in den alten Ortsettern, die über keine qualifizierten Bebauungspläne verfügen, befinden sich unzählige Schuppen und Scheunen. Diese sind entweder ungenutzt, oder werden nicht mehr wie zuvor für landwirtschaftliche Zwecke benötigt. Beispiele belegen auch in Staffort auf beeindruckende Weise, dass solche Objekte durchaus in modernen und zeitgemäßen Wohnraum umgewandelt werden können.

Immer wieder kommen Grundstückseigentümer mit dieser Absicht auf die Baurechtsbehörde und auch die Ortsverwaltung zu. Nach bisheriger Ansicht vertritt allerdings die Behörde die Auffassung, dass keine „quartierbezogenen“ Betrachtungen erfolgen können, sondern in jedem Einzelfall eine individuelle Beurteilung stattfinden muss, es sei denn, man würde auch die alten Ortsetter mit Bebauungsplänen belegen. Dies wäre allerdings sehr aufwändig.

Unabhängig davon hat sich der Ortschaftsrat im Herbst vergangenen Jahres einhellig festgelegt, bei nachweislichem Interesse der Antragsteller vom Grundsatz her durch Umwandlung von ehemaligen Ökonomiegebäuden in Wohngebäude die innerörtliche Entwicklung zu forcieren. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die alten Ortsetter hierdurch deutlich aufgewertet werden und zudem nicht „ausbluten“. Darüber hinaus könnten sich bei gewollten Grundstückverschmelzungen auch Chancen ergeben, die bislang in der Art kaum entwickelbar waren, wie zum Beispiel Wohnhöfe. Genau diese Wohnformen fördern zudem maßgeblich auch den Gedanken des generationenübergreifenden Miteinanders.

Um einen aktuellen Überblick zu erhalten, welche Grundstückseigentümer sich aktuell oder mittelfristig mit dem Gedanken tragen, Schuppen oder Scheunen in Wohngebäude umzuwandeln, bittet Ortsvorsteher Ludwig-W. Heidt diese um eine entsprechende Mitteilung bis Ende Juli diesen Jahres an ihn.

Quelle: Ludwig-W. Heidt/Ortsvorsteher Staffort

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