Von meinstutensee.de-Reporter Thomas Riedel

Eigentlich soll Gemüse aus dem eigenen Garten besonders gesund sein. Doch für einen 79-jährigen aus Heidenheim hatte die Gärtnerei tödliche Folgen: Er starb, nachdem er einen Auflauf mit selbstgezogenen Zucchini gegessen hatte. Auch andere Gemüsesorten können betroffen sein.

„Es hat furchtbar bitter geschmeckt“

Der Senior sei an den Folgen des Verzehrs eines Zucchini-Auflaufs schwer vergiftet worden, teilte der Ärztliche Leiter der zentralen Notaufnahme im Klinikum Heidenheim, Norbert Pfeufer, am Mittwoch mit. Der Mann sei mit seiner Frau vor zwei Wochen mit Anzeichen einer Magen-Darm-Infektion aufgenommen worden. „Dann sind wir über die Zucchini gestolpert. Der Mann hat berichtet, es hat furchtbar bitter geschmeckt.“

Vorsicht bei Bitterkeit

Wenn Gurken, Zucchini und Kürbissuppe bitter schmecken, ist immer Vorsicht geboten, warnt das Chemische-und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. Das Gemüse könnte dann die giftige Substanz Cucurbitacin enthalten.“Das ist der erste Fall, den wir im Haus haben“, sagt Chemiedirektorin Maria Roth. Sie untersuchte die Zucchini-Probe im Auflauf.

Hauptrisiko im Kleingärtner-Bereich

Der Bitterstoff ist aus Kürbisgewächsen wie Gurken und Zucchini eigentlich herausgezüchtet worden. In Einzelfällen können sie durch Rückmutationen und Rückkreuzungen das Gift aber enthalten. Dann löst das Gift die Schleimhaut im Magen-Darm-Bereich auf.

Ihren Angaben zufolge kann auch die langanhaltende Hitze die Ursache sein. „Manche Pflanzen, die in Stress geraten, produzieren Gifte“, sagt die Expertin.

 

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