Von meinstutensee.de-Reporter Thomas Riedel

Aktualisierung Dienstag den 24. November 2015

POL-KA: Zu dem tragischen Geschehen am vergangenen Freitagabend in der Albert-Einstein-Straße in Karlsruhe-Wolfartsweier – Frau und zwei Kinder offenbar bereits vor Verpuffung nicht mehr am Leben

Nach dem nunmehr vorliegenden, noch als vorläufig zu betrachtenden Ergebnis der am Montag und Dienstag beim Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführten Obduktionen wird die Einschätzung der Ermittlungsbehörden vom Vorliegen einer Familientragödie bestätigt.

Die in der Wohnung entdeckten beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, sowie die Frau wiesen schwere Verletzungen auf, die darauf schließen lassen, dass sie bereits vor der Verpuffung tödlich verletzt worden waren. Welche Ursache bei dem aufgefundenen Mann zum Tod geführt hat, sollen insbesondere toxikologische Untersuchungen klären.

Die Verpuffung mit anschließendem Brand der Wohnung war nach vorläufiger Bewertung des Brandsachverständigen offenbar durch eine Campinggasflasche hervorgerufen worden, deren Ventil zuvor geöffnet worden war.

Nach den Feststellungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei lebte in der Wohnung eine 50 Jahre alte Frau mit ihren 11 Jahre alten Zwillingen. Das Auto des getrennt lebenden 49 Jahre alten Ehemannes wurde von der Polizei nahe der Wohnung festgestellt.

Vor diesem Hintergrund erscheint es nach dem bisherigen Ermittlungsstand wahrscheinlich, dass der Ehemann seine Ehefrau und die Kinder getötet und dann Suizid begangen hat. Eine abschließende Bewertung ist allerdings erst nach dem Vorliegen der vollständigen Ermittlungsergebnisse möglich.

Aktualisierung Samstag den 21. November 2015

POL-KA: Nach einer Verpuffung mit anschließendem Brand am Freitagabend in einem Mehrfamilienhaus in der
Albert-Einstein-Straße in Karlsruhe-Wolfartsweier sind in der betroffenen Wohnung zwei erwachsene Personen und zwei Kinder tot entdeckt worden.
Die Identifizierung der Personen wie auch die Ermittlungen nach der genauen Todesursache sowie den Hintergründen des Geschehens laufen auf Hochtouren. Auch nach dem gegenwärtigen Stand vermuten die Ermittlungsbehörden als Hintergrund des Geschehens eine Familientragödie.

Wie berichtet, war die Polizei am Freitagabend kurz nach 20.15 Uhr von einer Bezugsperson in die
Albert-Einstein-Straße gerufen worden, weil die besorgte Frau die Bewohner der im 2. Obergeschoss gelegenen
Wohnung nicht erreichen konnte. Unmittelbar nach Eintreffen der Beamten kam es in der Wohnung zu einer explosionsartigen Verpuffung und anschließend unter starker Rauchentwicklung zu einem Feuer. Die
Druckwelle der Detonation war derart stark, dass der Glaskörper eines zur Wohnung gehörenden Erkers weggesprengt wurde. Als kurz darauf Feuerwehrleute die Räume mit schwerem Atemschutz betraten, stießen sie auf die leblosen Körper, für die jede Hilfe zu spät kam. In der Folge konnten die eingesetzten Feuerwehren die Flammen rasch
ersticken und dabei auch ein Übergreifen auf die sieben weiteren Wohnungen im Hause verhindern. Deren Bewohner, die sich allesamt unversehrt in Sicherheit gebracht hatten, konnten nach Freigabe durch die Feuerwehr im Laufe des Samstagvormittages in ihre Wohnungen zurückkehren.

Bereits in der Nacht nahmen Angehörige der Kriminaltechnik die Spurensicherung in der Wohnung auf. Dabei werden die Beamten seit Samstagmorgen auch von Brandsachverständigen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg unterstützt. Angehörige des Institutes für Rechts- und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg haben ebenfalls
Untersuchungen aufgenommen. Dabei sollen sowohl zweifelsfrei die Identitäten als auch die genauen Todesursachen geklärt werden.
Entsprechende Obduktionen sind für Montag vorgesehen.

Frühestens danach kann mit einer weiteren Erklärung der
Ermittlungsbehörden gerechnet werden.

Ursprüngliche Meldung vom 20.November 2015

In einem Mehrfamilienhaus in der Albert-Einstein-Straße im Karlsruher Stadtteil Wolfartsweier ist es am Freitag kurz nach 20.15 Uhr zu einer explosionsartigen Verpuffung und anschließend zu einem Feuer mit starker Rauchentwicklung gekommen. Die Polizei war unmittelbar zuvor bei dem Haus eingetroffen, weil eine besorgte
Bezugsperson die in der betroffenen Wohnung lebenden Personen nicht erreichen konnte. Nach Betreten der in Brand stehenden Wohnung mit schwerem Atemschutzgerät stießen Einsatzkräfte der Feuerwehr auf
mehrere leblose Körper. Für die Personen, deren Identität bislang nicht zweifelsfrei feststeht, kam jede Hilfe zu spät. Nach den bisherigen Ermittlungen der sofort hinzugezogenen Kriminalpolizei ist ein Unfallgeschehen auszuschließen.
Dem ersten Anschein nach könnten die Hintergründe in einer Familientragödie zu suchen sein.
Fundierte Aussagen sind derzeit aber noch nicht möglich. Die weiteren Bewohner des Hauses konnten das Gebäude unversehrt verlassen. Der durch die Verpuffung beziehungsweise das Feuer angerichtete Schaden dürfte sich
nach ersten Schätzungen auf über 50.000 Euro beziffern.

Verpuffung in KA-Wolfartsweier

Verpuffung in KA-Wolfartsweier

Bildquellen

  • Verpuffung Wolfartsweier: meinstutensee.de
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