Von meinstutensee.de-Reporter Thomas Riedel

Mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe, dem Landratsamt Karlsruhe, der Verkehrsbetriebe Karlsruhe und dem Förderverein
„Sicheres Karlsruhe e.V.“ macht das Polizeipräsidium Karlsruhe auf wirksame Einbruchschutzmaßnahmen aufmerksam.

POL-KA: Mit einer im K-EINBRUCH-Design beklebten Straßenbahn möchte das Polizeipräsidium Karlsruhe auf die bundesweite Kampagne zum Einbruchschutz aufmerksam machen und Wohnungsinhaber zu mehr Vorsichtsmaßnahmen aufrufen, damit es erst gar nicht zum Wohnungseinbruch kommt.
Der Grund: Nach jahrelangem Rückgang stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2009 wieder an und lag im Jahr 2014 laut Kriminalstatistik bei 152.123 Fällen im Bundesgebiet. Nach rückläufigen Zahlen beim Polizeipräsidium Karlsruhe seit Mai 2014 hat die Zahl der Einbrüche hingegen dieses Jahr zum Beginn der dunklen Jahreszeit wieder deutlich zugenommen. Eingebrochen wurde meist über rückwärtig gelegene sowie leicht erreichbare Fenster und Terrassentüren.

Mit der Aktion sollen insbesondere diejenigen erreicht werden, für die Einbruchschutz bislang kein Thema war. Vor allem soll die Bevölkerung angehalten werden, bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort die Polizei über Notrufnummer 110 zu verständigen. In Bussen, Straßenbahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln im Präsidiumsbereich Karlsruhe wurden hierzu rund 500 Plakate ausgehängt. „Für die Unterstützung der Straßenbahnwerbung und im Kampf gegen den Einbruchsdiebstahl möchte ich mich bei den Kooperationspartnern der Stadt Karlsruhe, dem Landratsamt Karlsruhe, den Verkehrsbetrieben Karlsruhe und dem Förderverein „Sicheres Karlsruhe e.V.“ recht herzlich bedanken“, so die Leiterin des Referats Prävention,
Kriminalrätin Sabine Schmieder, bei der Wieder-Inbetriebnahme der frisch beklebten Straßenbahn der Verkehrsbetriebe Karlsruhe am 16. Dezember 2015.
Die Bahn ist fortan im Bereich Karlsruhe unterwegs.

„Kern der Kampagne K-EINBRUCH ist der Internetauftritt www.K-EINBRUCH.de. Hier können sich Bürger produktneutral informieren und in einem „interaktiven Haus“ Tipps zu geeigneten Sicherheitsmaßnahmen rund um den Einbruchschutz erhalten. Ferner kann man die Beratung der nächstgelegenen Kriminalpolizeilichen
Beratungsstelle in Anspruch nehmen“, so die Leiterin des Referats Prävention. Beratungen sind in jedem Fall kostenfrei und können auch vor Ort zu Hause vereinbart werden.

Dass Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise eine geeignete Sicherungstechnik wirken, belegen die Zahlen der gescheiterten Einbrüche. Im vergangenen Jahr registrierte das Polizeipräsidium Karlsruhe 2.011 Wohnungseinbrüche. In einem beachtlichen Anteil der Fälle (901 Versuche, 44 %) gelangten die Täter nicht ins Tatobjekt oder konnten die Tat als solche nicht beenden. Dadurch konnten schlimmere Folgen und oftmals traumatisierende Erlebnisse für die
Einbruchsopfer verhindert werden.

Hier einige Tipps der polizeilichen Prävention:

– Eine gute und aufmerksame Nachbarschaft kann Täter abschrecken und vor Einbrüchen schützen. Achten Sie deshalb auf Fremde am Haus- und Nachbargrundstück.

– Einbrecher sind tag- und nachtaktiv. Notieren Sie verdächtige Auto-Kennzeichen. Verständigen Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort die Polizei.

– Auch in der Vorweihnachtszeit, über die Feiertage und den Jahreswechsel sind Einbrecher aktiv. Einbrecher nutzen günstige Tatgelegenheiten. Schließen Sie deshalb Hauseingangstüren, Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit und verstecken Sie keine Haus-/Wohnungsschlüssel außerhalb der Wohnung.

– Wirksame Sicherungstechnik muss nicht teuer sein und kann vor Einbrüchen schützen. Lassen Sie sich kostenfrei von der Polizei beraten oder informieren Sie sich im Internet unter www.K-EINBRUCH.de.

von links: Bernhard Bösherz (Amtsleiter Straßenverkehr, Recht und Ordnung Landratsamt Karlsruhe), Benjamin Bock (Marketingleiter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe), Kriminalrätin Sabine Schmieder (Leiterin der Prävention beim PP Karlsruhe), Erster Kriminalhauptkommissar Remigius Kraus (Referent Kriminalprävention beim PP Karlsruhe),Polizeipräsidentin a.D. Hildegard Gerecke (stv. Vorsitzende des Fördervereins "Sicheres Karlsruhe e.V.")

von links: Bernhard Bösherz (Amtsleiter Straßenverkehr, Recht und Ordnung Landratsamt Karlsruhe), Benjamin Bock (Marketingleiter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe), Kriminalrätin Sabine Schmieder (Leiterin der Prävention beim PP Karlsruhe), Erster Kriminalhauptkommissar Remigius Kraus (Referent Kriminalprävention beim PP Karlsruhe),Polizeipräsidentin a.D. Hildegard Gerecke (stv. Vorsitzende des Fördervereins „Sicheres Karlsruhe e.V.“)

Bildquellen

  • Projekt Straßenbahn: Polizei Karlsruhe
  • Projekt Straßenbahn Einbruch: Polizei Karlsruhe
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