Pressemitteilung von Alexander Werner / BNN

Wenn die Stimmung so schnell in kollektivem Vergnügen hochgeht wie bei der jüngsten ungarischen Weinprobe mit Janos Bagi im Stafforter „Schwanenstall“, dann konnte das dergestalt eigentlich noch nicht von den gerade einmal ersten Tropfen seines Cuvées herrühren. Auch wenn es dieser Rebensaft vom eigenen Weingut „Bagi Jani“ im Gebiet „Tokaj-Hegyalja“ auf stolze 14,8 Prozent Alkohol bringt.
Nun beförderten dieser und die fünf folgenden Weine ebenso wie ein begleitend köstliches Menü so oder so zweifellos das beschwingte Wohlgefühl, das über Stunden einen außergewöhnlichen Abend trug.

Wie unwiderstehlich fröhlich, gesellig und genussvoll sich die Atmosphäre bei diesen Events des seit eineinhalb Jahren mit seiner Frau Geraldina und drei Kindern im Ort lebenden ungarischen Hobbywinzers gestaltet, davon schwärmte nicht alleine sein Freund, Hausherr und Ortsvorsteher Ludwig-Wilhelm Heidt in Vorfreude auf diese dritte Runde. Einfach „grandios“ seien die ersten beiden Weinproben gewesen mit wunderschönen Weinen, hob er das hervor, was sich gleich wieder bewahrheiten sollte.

Auch er war äußerst gespannt darauf, mit welchen kulinarischen Genüssen Geraldina die Gaumen verwöhnen würde. Nach Gulasch und Kohlrouladen bei den ersten Weinproben kredenzte die gymnasiale Mathematiklehrerin mit Faible und berufenem Händchen fürs Kochen diesmal nach Vorspeise mit Fleisch gefüllten Palatschinken und zum Nachtisch Walnusstörtchen – alles typisch ungarisch natürlich und jeweils den Weinen angepasst.

Als Janos Bagi die beiden Weine aus seinem kleinen Anbau gefolgt von Vieren aus anderen Weingütern mit so viel Humor, eloquent, locker und leutselig präsentierte, hätte man als noch Unkundiger nicht unbedingt erwartet, hier einen diplomierten Naturwissenschaftler vor sich zu haben, der als Physiker am Institut für Transurane (ITU) im KIT Campus Nord arbeitet. Das kam prächtig an, ebenso, dass er auf Wunsch seiner Verkostungspalette diesmal einen Rotwein hinzufügte. Mit Bagis „Egeszsegünkre“ – „zum Wohl“ ließen bei ihrer Premiere auch die Vertreterinnen der heimischen Walking-Gruppe ihre Gläser erklingen. Helga Gamer fand es „ganz toll, dass in Staffort so etwas Besonderes“ geboten wird und lobte die Weine ebenso durchweg als „sehr gut“wie ihre Mitkosterinnen Sonja Kerson-Wilkerson und Renate Ernst – egal ob die eine ansonsten mehr zu Rotwein greift oder die andere es mehr „lieblich“ mag. Doch auch dafür hatte Bagi mit einem „Göncöl Furmint“ etwas Passendes parat.

Patricia und Ernst Heidt mundeten die trockenen Weißweine – Rotweinvorlieben hin oder her – ungemein und das „fantastische“ Essen hatte die Genießer schon zuletzt begeistert. Ortsvorsteher Ludwig Heidt zeigte sich stolz, dass Bagi sich einmal mehr den „Schwanen“ erwählte und ließ dem als versierter Kenner gleich ein kleine Einführung ins Weinverkosten folgen. Optik, Geruch, Klang, Geschmack und Aroma sind das eine. Aber Schlürfen, das gehöre schlicht dazu, betonte er und demonstrierte gleich wie sich zur Krönung des Genusses beim Sauerstoff-Ziehen das Aroma auf den Gaumen überträgt und sich dem Genießer so ein in der Fachsprache „starker Abgang“ oder „langer Schwanz“ offenbart.

Quelle: Alexander Werner / BNN

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  • Weinprobe Staffort: Alexander Werner
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