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“Korridorstudie”: Ausbau der Bahnstrecke zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe 

Bild: Martin Strohal

Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee | 04.03.2016 0:17 | 4 Kommentare

Vertreter aus Stutensee und Graben-Neudorf im Gespräch mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Nach der Veröffentlichung der „Korridorstudie“ im März 2015 sprach sich der Gemeinderat der Stadt Stutensee bereits in Form einer Resolution gegen einen eventuellen Ausbau der Bestandstrasse der Rheintalstrecke beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BVMI) aus. Die dichte Bebauung direkt an der Bahnstrecke macht nach detaillierter Prüfung aus Sicht der Stadt Stutensee einen oberirdischen Ausbau nicht realisierbar. Mit der Intervention der betroffenen Städte und Gemeinden rückte die Korridorstudie zunächst wieder in den Hintergrund, jedoch ist der langfristige Bau einer Bahnstrecke zwischen Genua und Rotterdam in ersten Entwürfen zum neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP), welcher  zum Jahresende vom Bundestag beschlossen werden soll, wieder präsent geworden. Ziel des Ausbaues ist es, die Kapazitäten des Schienengüterverkehrs  deutlich zu erhöhen. KorridorstudieAus diesem Anlass informierte sich eine Delegation bestehend aus dem Friedrichstaler Ortsvorsteher Kurt Gorenflo und dem stellvertretenden Bürgermeister aus Graben-Neudorf, Karl-Heinz Kling, direkt beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin über den aktuellen Sachstand. In einem intensiven Gespräch mit dem Staatsekretär Enak Ferlemann und dem Bundestagsabgeordneten Axel Fischer machte Gorenflo anhand detaillierter Luftbilder und Pläne die unmögliche Umsetzbarkeit eines viergleisigen Ausbaus aufgrund der städtebaulichen Situation am Beispiel des Trassenverlaufs der derzeitigen Strecke durch den Stadtteil Friedrichstal deutlich; auf die ähnliche Situation in Blankenloch wie auch in Hagsfeld wurde ebenfalls verwiesen. Staatssekretär Ferlemann erörterte, dass vor Ende 2016 keine Vorplanungen vorgenommen würden und erst mit dem Beschluss des neuen Bundesverkehrswegeplans, welcher für Dezember dieses Jahres avisiert sei, die ergebnisoffenen Voruntersuchungen durch die Bahn beginnen können. Des Weiteren sicherte der Staatssekretär zu, dass alle betroffenen Kommunen jederzeit detailliert in den Planungsprozess eingebunden und sämtliche Anregungen und Bedenken ernst genommen würden. So wäre beispielsweise auch die Untertunnelung der bestehenden Trasse eine denkbare Lösung. Hinsichtlich der Lärmbelastung durch den Güterverkehr machte er deutlich, dass die geltenden Richtlinien und Gesetze seitens der Deutschen Bahn eingehalten würden und durch neuartige Bremsanlagen ab dem Jahr 2020 ohnehin eine deutliche Reduzierung der Belastung erreicht werden solle.

 

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Korridorstudie: Stadt Stutensee
  • Bahnstrecke Karlsruhe – Mannheim: Martin Strohal

Kommentare

Kim Morres Mohr Andrea Hornung Nancy Weis

Na prima. ……

Das gibt aber einen langen Tunnel ! Der stutenseer Gotthardt !

Ein Tunnel ist absolut unrealistisch!
Die Kosten dafür gehen doch in die hunderten-Millionen, wenn nicht gar Milliarden.

Leute entweder es gibt die Trasse nicht, oder die Grundstücke werden zwangsenteignet und Gebäude abgerissen. Das sind die Möglichkeiten entlang der bestehenden Trasse. Gut fände ich, wenn man einen Verlauf der Trasse entlang der A5 ernsthaft prüfen würde. Ab Durlach bis Molzau ist das gut machbar und es wäre die historische Chance den Güterverkehrslärm (ggf. auch Schnellzüge) aus den Ortschaften heraus zu bekommen.


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