Pressemitteilung von Polizeipräsidium Karlsruhe

Bei dem Versuch, einen Vorführungsbefehl zu vollstrecken, ist ein Beamter der zum Präsidium Einsatz gehörenden Bereitschaftspolizei am Freitagnachmittag in einem Mehrfamilienhaus in der Halleschen Allee von einem 55 Jahre alten Mann durch einen Messerstich in den Oberschenkel verletzt worden. Der Täter ergriff die Flucht. Die Fahndung, an der eine Vielzahl von Streifenwagenbesatzungen, zivile Einsatz- und Spezialkräfte sowie der Polizeihubschrauber beteiligt waren, führte nicht zur Festnahme des Mannes.

Zwei Beamte der Bereitschaftspolizei hatten gegen 14.20 Uhr das Mehrfamilienhaus betreten und waren noch im Treppenhaus auf den gesuchten Mann gestoßen. Dieser wurde sofort aggressiv, zog ein Messer und brachte dem 22 Jahre alten Beamten eine stark blutende Verletzung bei. Sofort darauf rannte der Beschuldigte in eine angrenzende Tiefgarage, wo er an einem geparkten Fahrzeug mehrere Reifen zerstach und die ihm nachsetzenden Beamten weiter mit dem Messer bedrohte. Schließlich ergriff er mit einem Fahrrad die Flucht. Im Bereich der Garage gab eine eingesetzte Beamtin aus ihrer Dienstwaffe einen Schuss in die Luft ab.

Der verletzte 22-Jährige wurde vom Notarzt an Ort und Stelle erstversorgt und kam anschließend mit einem Rettungswagen in eine Karlsruher Klinik. Glücklicherweise erwies sich hier die Verletzung als nicht schwerwiegend. Ob er stationär aufgenommen werden muss, lässt sich noch nicht beantworten.

Der 55-Jährige war im Jahr 2013 wegen einer Bedrohung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da er diese bis heute nicht bezahlt hat, war gegen ihn ein Vorführungsbefehl mit Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe ergangen.

Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe

Bildquellen

  • Polizeihubschrauber (Symbolbild): Innenministerium Baden-Württemberg
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