Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee

„Berufliche Integration als Schlüsselrolle“

Stadt Stutensee schafft Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge

Seit einigen Jahren sind in Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises Karlsruhe – auch in Stutensee – mehrere hundert Flüchtlinge untergebracht. Neben den hauptamtlichen Kräften des Landkreises und der Stadt Stutensee sind auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger im ehrenamtlichen Arbeitskreis engagiert. Zusätzlich zu den Hilfen und Unterstützungen im Alltag ist man in diesem Kreis auch um die Wahrnehmung von Arbeitsgelegenheiten bemüht. Auch in dem kürzlich vom Gemeinderat der Stadt Stutensee verabschiedeten Integrationskonzept ist die berufliche Integration ein wesentlicher Bestandteil. Erklärtes Ziel ist es, die geflüchteten Menschen frühzeitig und bestmöglich durch die berufliche Eingliederung als eine Schlüsselrolle der nachhaltigen Integration, in unsere Gesellschaft aufzunehmen. So gibt das Asylbewerberleistungsgesetz insbesondere Kommunen die Möglichkeit, Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung ist hierfür allerdings, dass die zu leistenden Arbeiten nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt durch eigenes Personal oder Firmen verrichtet werden können.

„Neben den Unterstützungen der Flüchtlinge in den Tagesstrukturen und die Vermittlung der deutschen Sprache kann durch Leistungen für die Stadt und die Allgemeinheit eine Selbstwertsteigerung der Flüchtlinge und eine Identifikation mit dem Wohnort erreicht werden“, informiert Oberbürgermeister Klaus Demal den Gemeinderat der Stadt Stutensee über die neue Beschäftigungsinitiative. So hat nach einem entsprechenden Grundsatzbeschluss des zuständigen Ausschusses für Verwaltung und Soziales das städtische Personalamt gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten und einigen Ehrenamtlichen die Initiative ins Leben gerufen.

Seit dem ersten Juli können fünf männliche Personen aus den Flüchtlingsunterkünften städtische Arbeiten unterstützen. So war es Mitaufgabe dieser von städtischen Angestellten angeleiteten Gruppe, das Gelände für das Caribi-Feriendorf 2016 für die Ankunft der großen Schar der Ferienkinder im August vorzubereiten. Nach dem sehr erfolgreichen Einstieg in dieses Projekt sind bereits weitere Projekte geplant, zumal die eingesetzten Flüchtlinge sich sehr erfreut über diese Arbeitsmöglichkeiten zeigen. Eine Verdienstmöglichkeit besteht dadurch allerdings nicht. Lediglich mit 1,05 Euro pro Stunde wird diese Arbeit zusätzlich zu den sonst üblichen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz honoriert. „Nach dem erfolgreichen Start dieses Projekts bin ich zuversichtlich, dass es uns auch dauerhaft gelingt, sowohl eine Verbesserung der alltäglichen Situation in den Unterkünften als auch einen Mehrwert für unsere Stadt zu erreichen“, so Oberbürgermeister Demal nach den ersten positiven Erfahrungen.

 

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Caribi: Stadtverwaltung Stutensee
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