Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Wer den verkaufsoffenen Sonntag vergangenes Wochenende in Blankenloch besuchte, mag sich gewundert haben. Zwar hatten einige Geschäfte geöffnet, jedoch fehlte das aus den vergangenen Jahren bekannte Rahmenprogramm wie Herbstmarkt und Shuttle-Busse. Infolge dessen wurde der übliche Flohmarkt im Gewerbegebiet auf dem Parkplatz vor Aldi und REWE abgesagt. Das eingeschränkte Interesse der Gewerbetreibenden führte auch dazu, dass der Heimatverein Blankenloch nicht wie geplant das Museum im Kerns-Max-Haus öffnete und auch keine historische Ortsführung durchführte. Betroffen war ebenso die Kita Grashüpfer, die sich vom Tag der offenen Tür am verkaufsoffenen Sonntag mit speziellen Aktionen zusätzliche Einnahmen erhoffte. Da der große Flohmarkt und der Pendelverkehr ausfielen, war in diesem Jahr die Besucherzahl geringer.

„Negatives Bild für Stutensee“

Bertram Hornung, Vorsitzender des Vereins „Aktive Selbstständige Stutensee“ (ASS), bestätigte, dass in Blankenloch noch vor einigen Jahren an die 40 Gewerbetreibende am verkaufsoffenen Sonntag teilgenommen hätten. Aktuell seien es noch gut 20. „Daher vertreten wir die Meinung und sind dazu auch mit der Stadt u.a. OB Demal intensiv in Gesprächen, dass dies für Stutensee eher einen negatives Bild abgibt. Der Besucher hat eine gewisse Erwartungshaltung, die schon lange nicht mehr erfüllt wird“, stellte Hornung gegenüber meinstutensee.de fest. Zudem gebe es im Umfeld viele weitere verkaufsoffenen Sonntage, was auch Auswirkungen auf Stutensee habe.

Die Organisation der verkaufsoffenen Sonntage liegt seit einigen Jahren nicht mehr beim Gewerbeverein ASS, sondern bei der Stadtverwaltung. Mit dieser soll noch in diesem Jahr ein Gespräch geführt werden, um das Thema grundsätzlich zu besprechen.

Caroline Rosenthal-Biedermann von der Stadtverwaltung bestätigt, dass gemeinschaftliche Maßnahmen wie Werbung und Pendelverkehr in Blankenloch nicht stattgefunden hätten, da zu wenige Anmeldungen vorgelegen hatten.

Absagen auch in Friedrichstal

In Friedrichstal findet traditionell am letzten Oktoberwochenende ein verkaufsoffener Sonntag im Rahmen von „Markt und Kerwe“ statt. Es besteht noch Anmeldemöglichkeit, jedoch seien die Rückmeldungen laut Rosenthal-Biedermann auch hier bislang „eher verhalten“. U.a. wird sich der größte Friedrichstaler Betrieb, der Hagebaumarkt, nicht beteiligen, weshalb auch Getränke Sauder seine Teilnahme abgesagt hat. Das wiederum trifft den Kindergarten Sonnenschein, der an diesem Tag bislang jedes Jahr einen Kuchenverkauf beim Getränkemarkt angeboten hatte, um Einnahmen für Sonderausgaben der Einrichtung zu finanzieren. Der Kindergarten sucht nun nach Alternativen.

 

Bildquellen

  • Einkaufsbummel (Symbolbild): Minerva Studio/Fotolia.com
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