Von meinstutensee.de-Reporter Dirk Gebhardt

Sophia Röpke und Yves Scheffold bieten mit ihrem Unternehmen hrconnectum aus Staffort dem Arbeitsmarkt eine neue Bewerberplattform. Was das Besondere an matchgarden ist, erfahren Sie im folgenden Interview bei uns.

Bitte stellen Sie sich kurz vor und erklären unseren Lesern, was matchgarden genau anbietet.

Sophia Röpke: matchgarden ist eine Online-Plattform, die Stellensuchende auf ihrem Weg zum neuen Job unterstützt und dabei auf individuelle Wünsche und Vorstellungen der Kandidaten eingeht.

Ich komme ursprünglich aus Staffort, habe aber die letzten Jahre in einer Personalberatung in der Schweiz gearbeitet. In der Zeit ist die Idee zu unserem Projekt entstanden. Momentan arbeiten wir mit fünf Teammitgliedern am Projekt.  Nach offiziellem Start der Plattform ist es geplant, weitere Mitarbeiter einzustellen.

Was ist das Besondere an matchgarden?

Yves Scheffold: Das erkläre ich Ihnen gerne anhand eines Beispiels. Stellen Sie sich vor, Sie waren die letzten zwei Jahre zuhause, um auf Ihr Kind aufzupassen. Nun möchten Sie wieder ins Berufsleben einsteigen. Allerdings verdient Ihre Frau mehr als Sie, weshalb Sie weiterhin in Teilzeit und am besten auch in Home-Office arbeiten möchten, außer Ihr zukünftiger Arbeitgeber bietet eine Kinderbetreuung an. Normalerweise ist es gar nicht so einfach herauszufinden, ob ein Arbeitgeber Möglichkeiten bietet, um Sie einzustellen. Bei matchgarden vermerken Kandidaten Ihre Vorstellungen direkt und diese werden zunächst automatisch über einen Algorithmus mit den Angaben des Unternehmens abgeglichen. Durch die Informationen zusätzlich zu Qualifikationen und Berufserfahrung ist der Grad der Passung zwischen Bewerber und Unternehmen gleich viel höher. Als zusätzliches Qualitätssiegel suchen wir für unsere Kandidaten besonders gut passende Stellen und schlagen ihnen diese persönlich vor.

Den Kandidaten wird über Matchingscores angezeigt, wie gut eine Stelle zu ihnen passt und ob sich eine Bewerbung lohnt. Sie können sich dann mit einem Klick auf die Stellenanzeige bewerben. Damit holen wir Bewerber nicht nur aus langatmigen Bewerbungsprozessen raus, Kandidaten können so ihre Bewerbungen aktiv managen, da ihnen gleich zu Beginn alle relevanten Informationen zur Verfügung stehen.

Wie kamen Sie auf die Idee?

Sophia Röpke: Ich habe mehrere Jahre für eine internationale Personalberatung gearbeitet. In der Zeit habe ich viele Eindrücke gewonnen, die in mir den Wunsch geweckt haben, einen nachhaltigen Rekrutierungsprozess für Bewerber und Unternehmen zu etablieren. Oftmals wurde das Potenzial der im Prozess befindlichen Bewerber nicht vollumfänglich beachtet. Wurde eine Stelle besetzt, konnte ich vielen anderen sehr guten Kandidaten keine andere passende Stelle anbieten.

Bei matchgarden werden Kandidaten deshalb so lange aktiv betreut, bis sie eine neue Stelle finden. Anstatt einfach abzusagen, eröffnen wir kontinuierlich neue Möglichkeiten.

Was bieten Sie für Unternehmen?

Yves Scheffold: Unternehmen erhalten validierte und geeignete Bewerberprofile direkt und ohne zeitraubende Umwege. Dazu legen sie bei uns ein Stellenprofil an. Daraufhin wird ein strukturierter Suchprozess ausgelöst. Um den Personalbedarf unserer Kunden zu decken, betreuen wir kontinuierlich aktive und passiv suchende Kandidaten und laden zudem Interessierte aus den sozialen Netzwerken ein, sich bei unseren Kunden zu bewerben. So können wir Unternehmen gezielt motivierte und wirklich passende Bewerber vorstellen. Die Vorauswahl geschieht über das Matching-Verfahren. Wir beachten hier fachliche Expertise, Wünsche und Vorstellungen auf beiden Seiten. Das erspart dem Bewerber und den Unternehmen viel Zeit und Aufwand.

Bei der Kandidatensuche und im Matchingverfahren arbeiten wir Algorithmus-basiert. So können wir die Rekrutierungskosten ganz nebenbei drastisch reduzieren und die individuelle Betreuung von Unternehmen und Kandidaten in den Fokus stellen.

Für wen ist die Plattform gedacht und wer kann sich anmelden?

Sophia Röpke: Die Plattform richtet sich an aktiv und passiv suchende Fach- und Führungskräfte. Wir sind an einer Vielzahl von Berufsbildern interessiert, da wir neben Spezialisten- auch Karrierechancen für Schnittstellenpositionen und den Quereinstieg aufzeigen möchten. Bei der Besetzung von Stellen gehen wir sehr strategisch vor und offerieren Kandidaten kontinuierlich mehrere Optionen. Davon profitieren auch Unternehmen, da wir ihnen ständig interessierte Kandidaten bieten können.

Mit welchen Kosten muss man rechnen, wenn man sich bei matchgarden anmelden möchte?

Sophia Röpke: Unternehmen schalten ihre Position zum Preis einer Stellenanzeige. Damit lösen sie allerdings einen kompletten und strukturierten Suchprozess innerhalb unseres Kandidatenpools und im ganzen Netz aus, an dessen Ende auf jeden Fall geeignete und motivierte Bewerber stehen.

Für Bewerber ist der Service von matchgarden komplett kostenlos. Jeder Bewerber kann sich ganz einfach online auf matchgarden.de registrieren.

Was hat Sie bewogen, Ihr Unternehmen gerade in Stutensee zu gründen?

Sophia Röpke: Ich komme ursprünglich aus Stutensee-Staffort, bin später für mein Studium weggezogen und schließlich in Zürich gelandet. Dass sich Stutensee in unmittelbarer Nähe zum Internet- und Digitalstandort Karlsruhe befindet, hat eine entscheidende Rolle gespielt. Wir glauben, dass Süddeutschland und gerade auch die Region um Karlsruhe zu den stärksten Wachstumsregionen Europas zählen. Hier wird die Digitalisierung und die sogenannte Industrie 4.0. mitgestaltet.

Was sind Ihre nächsten Schritte?

Yves Scheffold: Wir freuen uns Ende des Jahres die Feedbackphase mit Unternehmen und Kandidaten abschließen zu können. Unsere Plattform wird dann im Januar 2017 offiziell starten.

Bildquellen

  • Yves Scheffold u. Sophia Röpke: Dirk Gebhardt
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