Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee

Unter Vorsitz  des Verbandsvorsitzenden Oberbürgermeister Klaus Demal tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes  „Wasserversorgung Mittelhardt“ in Stutensee.  Der Zweckverband, dem die Mitgliedsstädte Bruchsal und Stutensee angehören, versorgt rund 26.500 Einwohner der Stadtteile Blankenloch mit Büchig, Friedrichstal, Staffort, Spöck und Büchenau.

In der Sitzung wurden unter anderem auch der Jahresabschluss für 2015 sowie der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr festgestellt. Das Wirtschaftsjahr 2015 schloss mit einem Verlust  von rund 24 000 Euro ab. Bei einer Bilanzsumme von 7,2 Millionen Euro entfallen zum 31. Dezember 2015 auf das Anlagevermögen 6,7 Millionen und auf die Verbindlichkeiten 4,2 Millionen Euro. Beschlossen wurde, dass der Jahresverlust auf neue Rechnung vorgetragen wird. Dem Verbandsvorsitzenden und der Verbandsverwaltung wurde für das Wirtschaftsjahr 2015 die Entlastung erteilt. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 wurde von Verbandrechner Andreas Hambrecht vorgestellt und für den Erfolgsplan mit Erträgen von 1,423 Millionen Euro und Aufwendungen von 1,488 Millionen Euro von der Verbandsversammlung beschlossen. Daraus ergibt sich ein Jahresverlust von 65.700 Euro. Die Wassergebühr von vergleichsweise sehr günstigen 91 Cent je Kubikmeter kann für das Jahr 2017 nochmals beibehalten werden. Jedoch muss im zweiten Halbjahr 2017 die Entwicklung der Kosten genau analysiert werden, um für das Jahr 2018 in Bezug auf den Gebührensatz gegebenenfalls reagieren zu können. Der Wirtschaftsplan sieht des Weiteren im Vermögensplan Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 910.900 Euro vor. Investitionen wurden in Höhe von insgesamt 509.000 Euro in den Wirtschaftsplan eingestellt. Die größte im kommenden Wirtschaftsjahr anstehende Maßnahme ist mit geschätzten Kosten von 250.000 Euro die Sanierung des Rohwasserbehälters im Wasserwerk Blankenloch. Die vorgesehene Kreditaufnahme für Investitionen beträgt 380.000 Euro.

Wasseruntersuchungen im Verbandsgebiet

Diplom-Chemikerin Elvira Schäfer berichtete dem Gremium über die Ergebnisse der Trinkwasserüberprüfungen, die regelmäßig der Trinkwasserverordnung entsprechend vorgenommen werden. Das Trinkwasser, das der Zweckverband an die Verbraucher liefert, entspricht vollumfänglich den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Der Nitratgehalt liegt mit 15 Milligramm pro Liter weit unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter. Auch die weiteren Parameter ergeben keinerlei Beanstandungen. Die Wasserversorgungsanlagen wurden im September 2016 durch das Gesundheitsamt routinemäßig überprüft und dabei keine Mängel festgestellt. Nach bedenklichen Konzentrationen an perfluorierten Chemikalien (PFC) im Grundwasser im Bereich Rastatt wurden die Rohwässer der Trinkwasserbrunnen des Zweckverbandes auch im Jahr 2016 vorsorglich auf diese Chemikalien hin untersucht. Auch diese Ergebnisse ergaben keine Beanstandungen.

Sachstandsbericht zur zentralen Teilenthärtung

Verbandsvorsitzender Oberbürgermeister Klaus Demal und der technische Leiter der Wasserversorgung, Rainer Kußmann, informierten über den aktuellen Sachstand und verwiesen zunächst auf die letzte Sitzung der Verbandsversammlung Ende 2015, in der eine Machbarkeitsstudie des Technologiezentrums Wasser (TZW) vorgestellt worden war. Hierin wurde unter anderem bestätigt, dass aufgrund der guten Wasserchemie eine Enthärtung nicht erforderlich sei und es sich somit um eine Komfortmaßnahme handeln würde. Vorgeschlagen wurde durch das TZW das Membranverfahren mit einer Zielhärte von acht Grad (dH), da es betriebstechnisch und wasserchemisch die meisten Vorteile bietet. Die Gesamtinvestitionskosten würden sich auf drei Millionen Euro belaufen. Die jährlichen Kosten wurden mit 452 000 Euro ermittelt, woraus sich eine Gebührenerhöhung von etwa 41 bis 45 Cent je Kubikmeter ergeben würde. Dem gegenüber stünden Kosteneinsparungen beim Verbraucher, wenn wegen der niedrigeren Wasserhärte der individuelle Gebrauch von Wasch- und Reinigungsmitteln sowie der Spülmaschinensalze angepasst würde. Bei dem vom TZW vorgeschlagenen Membranverfahren würde durch die Enthärtung ein Konzentrat anfallen, dass in den Pfinz-Entlastungskanal bzw. die Heglach eingeleitet werden könnte. Hierzu läuft derzeit noch das Genehmigungsverfahren beim Amt für Umwelt und Arbeitsschutz des Landratsamtes Karlsruhe. Aufgrund einer längeren Zeit ausstehenden Verwaltungsrichtlinie verzögerte sich die Genehmigung durch das Landratsamt um circa ein Jahr. Im Herbst 2016 wurde der Verwaltung vom Landratsamt die Einleitungsgenehmigung in Aussicht gestellt. Die Entscheidung der Umweltbehörde wird im Frühjahr 2017 erwartet. Verbandsvorsitzender Oberbürgermeister Klaus Demal informierte über den weiteren geplanten Zeitablauf. Sobald über den Einleitungsantrag vom Landratsamt entschieden wurde, soll eine Bürgerinformationsveranstaltung und im Anschluss eine Sitzung der Verbandsversammlung mit entsprechender Beschlussfassung durchgeführt werden.

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Wasser: Tilo Schüßler/pixelio.de
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