Von meinstutensee.de-Reporter Sabrina Strohal

Am Freitag Abend wurde in Blankenloch das Musical „Josef“ aufgeführt. Veranstalter waren die Liebenzeller Gemeinschaft, die EC-Jugendarbeit Blankenloch und der Verein Adonia e.V. 70 Teens präsentierten mit großem Spaß und Begeisterung die biblische Geschichte Josefs in der sehr gut besuchten Festhalle.

Die Geschichte

Josefs Brüder sind neidisch und eifersüchtig auf ihn, weil der Vater ihn und den kleinsten Bruder Benjamin lieber mag als die anderen. Sie möchten ihn am liebsten töten. Doch Juda will das nicht, er möchte ihn als Sklave nach Ägypten verkaufen. Die Brüder fesseln Josef, verbinden ihm die Augen und schauen herabwürdigend auf ihn herunter. Dem Vater erzählen sie: „Vater, ein wildes Tier hat Josef gefressen, Josef ist tot“ und trauern scheinbar um ihn. Sie „begraben“ sein angeblich zerfetztes T-Shirt und stellen sich traurig. Josefs Vater weint tagelang um seinen Sohn.

Josef, inzwischen Sklave von Potifar in Ägypten, wird schnell freigelassen, nachdem er sich das Vertrauen seines Herrn erworben hat, und wird zum persönlichen Referenten von Potifar ernannt. Ein rauschendes Fest mit einem überglücklichen Josef wird gefeiert. Die Freude währt jedoch nur kurz. Die Frau von Potifar hat ein Auge auf Josef geworfen. Da er aber ihre Liebe nicht erwidert, beschuldigt sie ihn der Vergewaltigung. Josef muss für zwei Jahre unschuldig ins Gefängnis. Dort ist er aber weiter auf der Suche nach Gott. Der Pharao träumt von sieben fetten und sieben mageren Kühen. Die mageren fressen die fetten und sind danach noch genau so mager. Er bittet Josef um Hilfe, seine Träume zu deuten. „Ich kann deine Träume nicht deuten, das kann nur Gott“, entgegnet Josef. Er legt sie aber so aus, dass auf sieben ertragreiche Jahre sieben Jahre der Hungersnot folgen werden. Potifar ernennt Josef zum zweithöchsten Mann des Landes, seinem Vertreter.

Josef behält recht. Eine Hungersnot kommt. „Alarmstufe Brot, wir brauchen etwas zu Essen, die Kornspeicher müssen wieder geöffnet werden“, protesiert der Chor im Musical. Josef tritt wieder auf, vornehm gekleidet mit Krawatte, und sagt zu seinen Brüdern: „Erkennt ihr mich denn nicht mehr? Ich bin Josef, euer Bruder! Gott hat mich vorausgeschickt, um euch zu retten!“ Die Brüder schließen sich in die Arme, feiern ihre Versöhnung und schießen auf der Bühne ein Selfie.

Die jungen Darsteller haben das Musical in kurzer Zeit eingeübt und mit viel Elan und Freude auf die Bühne gebracht. Eine alte biblische Geschichte wurde verbunden mit modernen, eigens von Adonia komponierten Stücken. Um die 70 Menschen waren auf und hinter der Bühne eingebunden, haben gesungen, gespielt und das Publikum zu viel Applaus animiert. Der Chor hatte musikalische Begleitung von E-Gitarren, Keyboards, Schlagzeug, E-Geige und Querflöte, die auch von Jugendlichen gespielt wurden. Zum Abschluss wurde die Adonia-Hymne „Unser Land“ gesungen.

Was ist Adonia?

Adonia, mit dem Sitz in Karlsruhe-Stupferich, ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche in Projekten in ihrer Kreativität, ihrem Glauben und in ihrer Persönlichkeit zu fördern. Aktuell gibt es 37 Projekt-Chöre, die in ganz Deutschland Auftritte haben. Die Chöre treffen sich ein paar Tage im Jahr im Musicalcamp zum Einüben des Stückes. Kurz danach folgen zwei (für die 9- bis 12-Jährigen) bzw. vier (für die 12- bis 19-Jährigen) Konzerte. Die Konzerte sind kostenlos, um Spenden wird gebeten. Diese machen die Hälfte der Einnahmen aus, die andere Hälfte wird durch die Beiträge der Campteilnehmer eingenommen.

Wie kann man mitmachen?

Mitmachen können Kinder ab 9 Jahren, nach oben ist das Alter offen, aber Hauptdarsteller auf der Bühne sind die Kinder und Jugendlichen. Anmelden kann man sich über die Homepage www.adonia.de.

Bildquellen

  • Musical Josef 2017 Adonia: Adonia e.V.
  • Adonia-Musical „Josef“: Sabrina Strohal
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