Von meinstutensee.de-Reporter Sabrina Strohal

Am Sonntag wurde zum 12. Mal in Friedrichstal der Maibaum aufgestellt. Wie schon im letzten Jahr hatte er seinen Platz auf dem Marktplatz bei der evangelischen Kirche. Organisator war wieder der Elferrat des Liederkranzes. Das Fest begann um 16 Uhr bei strahlend blauem Himmel und mit viel Sonnenschein. Dieses tolle Wetter lockte zahlreiche kleine und große Besucher an.

Die Tradition des Maibaumstellens geht auf die Kelten und Germanen zurück, berichtete Bürgermeisterin Sylvia Tröger. In den 60er Jahren hatte es in Spöck und Friedrichstal auch schon Maibäume gegeben. Diese mussten aber immer bewacht werden. „Die verfeindeten Nachbarorte klauten sich gegenseitig ihre Maibäume“, so Herbert Cramer, Organisator der Veranstaltung. Er berichtete gegenüber meinstutensee.de, dass man mit Maibäumen früher Hexen vertrieben habe.

Herbert Cramer, Mitglied des Elferrates, hatte dafür gesorgt, dass das Maibaumstellen vor einigen Jahren wieder in Friedrichstal eingeführt wurde. Die Birke hatte der Elferrat selbst beim Reiterverein Friedrichstal gefällt. Anschließend hatten Frauen aus dem Verein den Baum geschmückt.

„Lassen Sie uns den langen, kalten Winter vergessen, der Sommer kann kommen. Wir haben ja heute das perfekte Wetter dazu“, meinte Sylvia Tröger. Sie erwähnte auch, das Stellen eines Maibäumen sei eine schöne Tradition, den Sommer zu begrüßen.

14 starke Männer zogen den Baum in die Höhe. In Friedrichstal wird das mit reiner Muskelkraft gemacht ohne technisches Gerät, wie es in vielen anderen Orten der Fall ist.
Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein Spöck, der Liederkranz Friedrichstal und DJ Roland.
Die Mitglieder des Elferrates boten verschiedene Speisen und Getränke an, fehlen durfte hier nicht die Maibowle, sehr begehrt waren auch die Rahmfladen.

Bildquellen

  • Maibaumstellen Friedrichstal 2017: Martin Strohal
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