Von meinstutensee.de-Reporter Sabrina Strohal

In den Osterferien fand zum fünften Mal die Kinderbibelwoche in Friedrichstal statt. Unter dem Motto „Vater Unser“ trafen sich an vier Nachmittagen um die 50 Kinder verschiedener Religionen im Alter von 5 bis 10 Jahren im evangelischen Gemeindehaus. Dieses Jahr nahm Reporter Willi Wichtig (Andrea Hilger)  die Kinder mit auf eine Reise durch die Bibel. Eine bunte Mischung aus Singen, Beten, Basteln, Quizzen, Toben und Feiern war geboten, um das wichtigste Gebet der Christen näher kennenzulernen. Jeden Tag wurde ein Stück vom „Vater Unser“ gelernt.

1. Tag: „Unser Vater“ – im Himmel und auf Erden

Am ersten Tag der Kinderbibelwoche wurde begonnen, an einer Kibiwo-Zeitung zu arbeiten.
Jeden Tag füllte sich diese dann mehr. Die Kinder zeichneten ihre Hände auf Tonpapier und schnitten sie aus. Sie wurden alle ans Fenster im Gemeindezentrum geklebt. Dazwischen hingen die Worte des „Vater Unser“. Die Hände sollten darstellen, dass der Vater im Himmel viele Kinder hat. Zudem fanden Kennenlernspiele statt. Willi Wichtig, der Herr der klugen Fragen, der Meister der flinken Worte (wie er sich selbst nannte), beschäftigte sich mit der Frage: „Wie geht eigentlich Beten?“ Er traf auf die Jünger Andreas und Petrus, die Jesus heimlich beim Beten beobachteten. Dieser erklärte ihnen, dass alle Gott mit „Vater“ ansprechen dürfen, nicht nur Jesus. Reporter Willi war ganz aufgeregt und musste viele Fotos von den schönen Kindern machen. Diese Fotos sollten dann auch in die Zeitung kommen, falls sie denn schön wurden. Zwischen Geschichte, Kennenlernen und Basteln wurden immer wieder fetzige Lieder wie „Einfach spitze“ oder „Ich bin ein Bibelentdecker“ gesungen.

2. Tag: „Dein Wille, unser Brot“ – Das Wunder vom Teilen

Am zweiten Tag wurde weiter an der Zeitung gearbeitet, im Außengelände und rund um die Kirche fand ein Geländespiel statt. Dabei mussten die Kinder Holzscheiben von einem Ort zum anderen transportieren, diese konnten aber von Räubern (Kibiwo Mitarbeitern) geklaut werden. Die Holzscheiben waren Symbole für Brot, das geteilt werden sollte. Die Mitarbeiter hatten Fladenbrot und Plätzchen in Fischform dabei, welches sie mit den Jüngern von Jesus an die hungrigen Kinder verteilten. Die Kinder sollten spüren, dass es schön ist, wenn man zusammen isst und trinkt und alle etwas abbekommen – so wie Jesus auch Brot und Fische teilte und den Menschen damit Gottes Liebe schenkte.
Vor der Kirche wurde das obligatorische Gruppenfoto gemacht, welches dann ebenfalls in die Zeitungen hinein kam.

3. Tag: „Vergib uns…?“ – Der Schalksknecht

Am dritten Tag bemalten die Kinder einen Bilderrahmen, in dem das „Vater Unser“ abgedruckt war. Ein Stationenspiel zum „Vater Unser“ führte die Kinder u.a. auf den Kirchturm, wo sie mit Ohrenschützern ausgerüstet schauen konnten, welche Glocke zum „Vater Unser“ geläutet wird. Weitere Stationen waren: der Altar in der Kirche, vor der alten Schule, Brücke vor der Mühle, Vogelpark. An jeder Station gab es Aufgaben zu erledigen, und ein Bezug zum Gebet wurde hergestellt. Willi Wichtig hatte an diesem Tag Streit mit seiner Schwester Wilma, lernte dann aber, dass man sich durch Vergeben wieder versöhnen kann.

4. Tag: „Erlöse uns…“ – Unter die Räuber gefallen

Am letzten Tag im Gemeindehaus konnten alle restlichen Bastelarbeiten zu Ende gebracht werden. Willi Wichtig beobachtete einen Überfall auf einen Reisenden aus Samaria. Er lernte, dass Menschen sich einander Böses antun können, sich dann aber auch in der Not wieder helfen. Die Kinder lernten, dass es wichtig ist, einander zu helfen und dass dies befreien kann. Willi Wichtig verabschiedete sich in Richtung Redaktion.

Dann ging es auch schon los mit den Vorbereitungen für ein großes Fest. Jedes Kind bekam hier eine Aufgabe: Essen vorbereiten, Dekorieren, Decken auf dem Boden Auslegen usw. Und dann wurde zusammen gegessen, getrunken und gefeiert. Als Erinnerung an die Woche nahm jedes Kind seinen Bilderrahmen und die Zeitung mit nach Hause.

Zum Abschluss der Kinderbibelwoche fand am Sonntag ein Familien-Gottesdienst statt. Die Kinder und Mitarbeiter der Kibiwo gaben der Gemeinde mit  Liedern und einem kurzen Spiel mit Willi Wichtig einen Einblick davon, was sie die Woche über alles erlebt hatten. Es war eine sehr lockere und fröhliche Atmosphäre in der Kirche. Im Anschluss wurde zum Kirchenkaffee und in das Gemeindezentrum zum Mittagessen eingeladen.

Bildquellen

  • Kinderbibelwoche Friedrichstal 2017: Sabrina Strohal
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