Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee

Investorenwettbewerb zur nachhaltigen Entwicklung des innerörtlichen Geländes

Der Gemeinderat hat bereits im März 2016 einstimmig die städtebaulichen Entwicklungsziele für die künftige Bebauung des „Neise-Geländes“ und der angrenzenden Flächen, auf denen das Stutensee-Bad aktuell noch steht, beschlossen. Auf rund 1,4 Hektar soll dort ab 2018 ein sozial gemischtes Wohnquartier mit Miet- und Eigentumswohnungen entstehen, das für alle Altersgruppen attraktiv ist und auch bezahlbaren Wohnraum ermöglichen soll. Das einige Jahre brach liegende Gelände des ehemaligen Getränkegroßhändlers „Neise“ nahe der Stadtteilmitte Blankenloch wurde bereits im Jahr 2011 von der Stadt Stutensee erworben. Im darauffolgenden Jahr wurde dann der unbrauchbare und in die Jahre gekommene Gebäudekomplex des ehemaligen Getränkemarkts abgebrochen und das gesamte Areal freigeräumt, um es für die weitere Nutzung vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit einem Karlsruher Planungsbüro wurde die mögliche städtebauliche Entwicklung des Gebietes ausgearbeitet, wobei auch die mit dem Neubau des Stutensee-Bads freiwerdenden Flächen einbezogen wurden. In Sommer 2016 einigte sich der Gemeinderat auf die konkreten Entwicklungsziele für das gesamte Gebiet: Aufgrund der angespannten Wohnungsmarktlage soll insbesondere die Schaffung einer bezahlbaren Wohnbebauung ein wesentliches Ziel darstellen. Um ausreichend begrünten Freiraum schaffen zu können und eine geregelte Parksituation zu ermöglichen, soll neben öffentlichen Parkplätzen auch eine angemessene Anzahl an Tiefgaragenplätzen geschaffen werden. Leitgedanke für die umzusetzende städtebauliche Entwicklung ist die Realisierung von sozialgemischtem Wohnen. Dabei soll beispielsweise generationenübergreifendes und barrierefreies Wohnen berücksichtigt werden. „Gerade aufgrund der aktuellen Preisentwicklung auf dem angespannten Wohnungsmarkt ist es erklärtes Ziel der Stadt, hier tätig zu werden und für alle Bevölkerungs- und Einkommensschichten ein geeignetes Wohnungsangebot zu schaffen“ erklärte Oberbürgermeister Klaus Demal die vorgestellten Planungen. Um dieses wichtige Entwicklungsziel auch ausreichend zu definieren, habe man im Auswahlverfahren ein Mindestangebot von 30 Prozent an bezahlbarem Wohnraum mit einer mindestens zehnjährigen Mietpreisbindung implementiert.

Für das weitere Vorgehen soll ein Investorenwettbewerb durchgeführt werden. „Dieses Instrument bietet eine gute Möglichkeit, die Entwicklungsziele für das Quartier zu konkretisieren und auszuarbeiten“ berichtet Bürgermeisterin Sylvia Tröger. Neben den vordefinierten Zielen fallen allerdings auch die architektonische und städtebauliche Qualität sowie das Kaufpreisangebot in die entscheidende Gewichtung, so Tröger.

Der Investorenwettbewerb wird in Form eines zweistufigen Auswahlverfahrens durchgeführt: Aus allen Bewerbern, die sich in einem vor kurzem ausgeschriebenen Präqualifikationsverfahren vorstellen, sollen mehrere Arbeitsgemeinschaften, bestehend aus je einem Planungsbüro und einem Investor, ausgewählt werden, die dann einen Entwurf erarbeiten. Erklärtes Ziel ist es, am Ende unter Bewertung aller angeführten Kriterien, die Arbeitsgemeinschaft mit dem besten Konzept auszuwählen. Für das Auswahlverfahren legte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung auch das erforderliche Preisgericht als zuständiges Gremium fest.

Die Stadt Stutensee will die Planungen und die Vergabe bis 2018 abschließen, um dann mit der Erschließung des Gebiets zu beginnen. Auf dem „Neise-Gelände“ ist derzeit noch ein Zwischenlager für den beim Neubau des Stutensee-Bads anfallenden Erdaushub eingerichtet.

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Neise-Gelände: Karen Nagel
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