Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Um etwa 3 Prozent ist die Zahl der Straftaten in Stutensee im Jahr 2016 angestiegen im Vergleich zum Vorjahr – allerdings auf niedrigem Niveau, wie Rainer Emig, Leiter des Polizeireviers Waldstadt, dem Stutenseer Gemeinderat erläuterte. Bezogen auf 1000 Einwohner liege die Kriminalitätsbelastung in ganz Baden-Württemberg bei 56 Straftaten, im Landkreis Karlsruhe bei 41 und in Stutensee lediglich bei 33. „Stutensee ist die sicherste große Kreisstadt im Landkreis Karlsruhe“, so Emig.

Bei fast der Hälfte der in Stutensee verübten Straftaten handelt es sich um Diebstähle. Knapp 14 % sind Betrugsfälle, Körperverletzungen liegen bei 8,4 %. Sexual- und Rauschgiftdelikte spielen in Stutensee mit 1,9 % bzw 2 % kaum eine Rolle.

Die Polizei musste einen deutlichen Anstieg der schweren Diebstähle von Fahrrädern registrieren (um 81 % auf 107). Auch Wohnungseinbruchsdiebstähle haben zugenommen (von 18 auf 22, wobei die Hälfte im Versuch steckengeblieben ist). Die Zahl der Pkw-Aufbrüche stieg ebenfalls (von 30 auf 35). Bei all diesen Straftaten richtet sich der Verdacht häufig gegen reisende Täter – wie im ganzen Land -, weshalb Ermittlungsansätze schwierig sind. Die Polizei bittet deshalb ausdrücklich um Mithilfe bei verdächtigen Wahrnehmungen. „Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig“, betonte Emig. Außerdem solle man Wohnungen und Häuser immer so oft abschließen wie es das Schloss zulässt. „Gekippte Fenster sind für Einbrecher offene Fenster“, warnte Emig zudem.

Erfreulich sei der Rückgang von Körperverletzungen um 25 % auf 66. Ebenfalls abgenommen hat der einfache Diebstahl (um 20 % auf 108) sowie der Betrug (um 13 % auf 109).

Auch zu der Herkunft der mutmaßlichen Täter gibt es eine Statistik: Von den im vergangenen Jahr ermittelten 350 Tatverdächtigen sind 74 % Deutsche und 27 % Nichtdeutsche. Dabei gebe es einen Rückgang bei Nichtdeutschen und Unter-21-Jährigen. Letzteres sei u.a. auf die Präventionsarbeit zurückzuführen.

Bei der Verkehrsunfallstatistik gibt es ein recht positives Bild: Es wurde zwar keiner mehr bei einem Unfall getötet (2015: 2), und auch die Zahl der Schwerverletzten nahm um 30% ab, dafür stieg die Zahl der Leichtverletzten um mehr als 50%. Als schwerverletzt wird jeder gezählt, der sich in ärztliche Behandlung begeben müsse. Aus Sicht der Polizei gibt es in Stutensee derzeit keinen Unfallschwerpunkt.

Bildquellen

  • Einbruch: Thomas Riedel
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