Am 24. September 2017 findet die nächste Bundestagswahl statt. Um die Stutenseer (Wahlkreis „Karlsruhe-Land“) über ihre Wahlmöglichkeiten zu informieren, hat meinstutensee.de die Direktkandidaten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien gebeten, zu acht Themenbereichen Stellung zu nehmen. Geantwortet haben uns Axel E. Fischer (CDU), Patrick Diebold (SPD) und Pascal Haggenmüller (Grüne). Vom Kandidaten der Linken, Klaus Huska, gab es leider keine Reaktion.
Weitere Direktkandidaten im Wahlkreis „Karlsruhe-Land“ sind Christian Jung (FDP), Alexander Arpaschi (AfD) und Lars Hannemann (Die PARTEI). Diese können Sie z.B. über die Website abgeordnetenwatch.de kennenlernen und direkt befragen.
In einer Folge von acht Artikeln werden wir die Antworten der Kandidaten zu dem jeweiligen Themenbereich veröffentlichen.
Themenschwerpunkt: Verkehr
meinstutensee.de: In der Rheinebene gibt es täglich Stau auf den Straßen, und das nicht nur auf den Autobahnen. Auch die Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim ist inzwischen ein Nadelöhr und soll ausgebaut werden. Wofür setzen Sie sich ein, um die verkehrliche Situation in der Region zu verbessern?

Wir werden die hohen Mittel für Infrastruktur mindestens verstetigen. Der neue Bundesverkehrswegeplan bietet eine hervorragende Grundlage für die weiteren Maßnahmen. Wir wollen Erleichterungen erzielen bei der Planung und Durchführung von Infrastrukturprojekten sowie beim Abrufen von Fördermitteln. CDU und CSU werden, wo immer möglich und vertretbar, die Dauer von Planungsverfahren durch Entbürokratisierung verkürzen. Dazu werden wir ein Planungsbeschleunigungsgesetz verabschieden. Bei Ersatzneubauten sollen die Verwaltungsgerichtsverfahren auf eine Instanz beschränkt werden. Es wäre schade, wenn es den Verantwortlichen in der Region Karlsruhe nicht gelingen sollte, die vorhandenen Mittel zu nutzen, und Umgehungsstraßen bzw. Brücken stattdessen anderswo gebaut würden.
Wir wollen Menschen und Umwelt mit leisen und emissionsarmen Autos, Zügen und Flugzeugen weiter von den mit dem Verkehr verbundenen Beeinträchtigungen entlasten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen mit den technischen Neuerungen Schritt halten. Anstatt auf Verbote setzen wir aber auf Technologieoffenheit und Förderung von Innovationen. Anstatt auf Subventionierung setzen wir auf Anreize und die Marktdurchsetzung neuer Technologien.
Die Bedeutung der Nord-Süd-Verbindungen von den Seehäfen nimmt für den Containerverkehr zu. Es gilt deshalb, auch den Nord-Süd-Korridor den Anforderungen entsprechend verstärkt zu fördern. Die verträgliche Abwicklung der Güterverkehre auf der Schiene ist dabei von strategischer Bedeutung für die künftige Entwicklung der Region Mittlerer Oberrhein. Die Region Mittlerer Oberrhein liegt im europäischen Verkehrsnetz sowohl an dieser Nord-Süd-Transversale Rotterdam-Genua, als auch an der Ost-West Magistrale zwischen Paris nach Budapest. Die Schienenkorridore kreuzen sich hier. Deshalb setzen wir einen klaren Investitionsschwerpunkt auf die Modernisierung der Schieneninfrastruktur. Wir nehmen die berechtigten Belange der von Bahnlärm besonders betroffenen Menschen wahr. Unseren erfolgreichen Einsatz der letzten Jahre zur Reduzierung des Schienenlärms setzen wir deshalb fort.

Ebenfalls beklagen viele Einwohnerinnen und Einwohner der umliegenden Gemeinden oftmals die schlechte Taktung gerade im Bereich der Stadtbahnlinien S 1 und S 11.
Ich will mich daher für einen günstigen und gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr einsetzen. Den Bau der Nordtangente lehne ich als nicht notwendig ab, jedoch befürworte ich den Bau der zweiten Rheinbrücke sowie wichtige Ortsumgehungen, z.B. im Pfinztal, aber auch Projekte wie das Kreisverkehrsprojekt in Gondelsheim.

Entscheidend für die Verkehrswende sind gute Bahnen. Mit dem „Zukunftsprogramm Nahverkehr“ wollen wir das Angebot und die Qualität vor Ort mit jährlich einer Milliarde Euro verbessern. Wir wollen mehr Gütertransport auf Schiene und Wasserstraße und so die Straßen entlasten. Dabei geht es auch um faire Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsträger. Während jeder Zug auf jedem Streckenkilometer Trassengebühren bezahlen muss, ist nur knapp ein Prozent des Straßennetzes mautpflichtig. Wir wollen alle Lkw ab 3,5 Tonnen und schrittweise das gesamte Straßennetz der Bundes- und Landesstraßen in die Lkw-Maut einbeziehen.
In Teil 3 wird es um den Themenbereich „Wohnen“ gehen.
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