Von meinstutensee.de-Reporter Martin Strohal

Zu einem Informationsgespräch trafen sich die Stadtverwaltung sowie Stadt- und Ortschaftsräte Mitte Juli mit Experten, um sich über die Möglichkeiten zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft in Stutensee auszutauschen, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Als Experten standen der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft einer mit Stutensee vergleichbaren Großen Kreisstadt sowie ein erfahrener Rechtsexperte einer Karlsruher Kanzlei zur Verfügung. Sie berichteten u.a. über Struktur, Geschäftsfelder und Rechtsformen einer solchen Gesellschaft.

Die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft ermöglicht es, ganz grundsätzlich bezahlbaren und geförderten Wohnraum für Stutenseer Bürger zu erstellen und zu verwalten. „Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist sehr hoch und wird in den nächsten Jahren weiter steigen“, so die Stadtverwaltung.

Weiterhin sei es auf diese Art und Weise möglich, spezielle Wohnformen zu fördern und gerade auch den Anteil an barrierefreiem Wohnraum deutlich zu erhöhen. Der Bedarf danach werde in den nächsten Jahren drastisch ansteigen. Grundlage zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft sei immer, Eigenvermögen einer Stadt einzubringen. Weiter wurde informiert, dass eine Gesellschaft eine bestimmte Anzahl an Wohneinheiten benötigt, um wirtschaftlich zu arbeiten. Voraussetzung sei, dass kommunale Grundstücke zur Verfügung stehen, damit bezahlbarer Wohnraum erstellt werden kann. Dafür würden auch größere zusammenhängende Flächen benötigt – idealerweise in direkter Stadtbahnnähe. „Mit der südlichen Teilfläche ‚Lachwald II‘ besteht für die Stadt Stutensee die Möglichkeit, für ihre Bürgerinnen und Bürger entsprechende Wohnungen zu bauen und in die kommunale Wohnraumsteuerung einzusteigen“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die SPD-Fraktion im Stutenseer Gemeinderat plädiert seit mehreren Jahren für die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft und hat Anfang Juli einen entsprechenden Antrag gestellt. Darin schlägt sie vor, auch die Bebauung der Fläche des alten Hallenbad- und des Neise-Geländes über eine solche Wohnungsbaugesellschaft abzuwickeln. Nach der Sommerpause solle die Gründung in den zuständigen Gremien beraten werden.

Bildquellen

  • Lachenfeld: Karen Nagel
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