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Ärger mit überfüllten Altglascontainern

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 15.12.2017 7:50 | 3 Kommentare

Überfüllte Altglascontainer waren Thema in der jüngsten Sitzung des Friedrichstaler Ortschaftsrats am vergangenen Mittwoch. Jedem sind vermutlich insbesondere, aber nicht nur rund um Silvester und Neujahr überfüllte Altglascontainer aufgefallen, auf denen und um die herum weiteres Leergut abgestellt wurde.

Wie Ortsvorsteher Lutz Schönthal berichtete, habe die Stadt wenig Einfluss auf die Situation, da die Firma Suez die Leerungen im Auftrag des Dualen Systems vornimmt und keine Vertragsbeziehung zur Stadtverwaltung hat. Dennoch habe die Firma ein Interesse daran, dass ihre Sammelstellen nicht unansehnlich werden. Zumal es nicht nur um die Optik geht, sondern auch um Unfallgefahr bei Glasscherben. Vergangene Woche habe ein Treffen der Stadtverwaltung mit Suez im Rathaus stattgefunden. Dabei sei erklärt worden, dass die Container alle zwei Wochen geleert werden sollten. Aufgrund widriger umstände wie Krankheitsfälle oder Wetter könne das aber nicht immer garantiert werden. Ein Sonderfall seien Feiertage wie Silvester.

Eine Möglichkeit wäre, an den besonders gefragten Standorten – in Friedrichstal ist das beim Edeka-Markt sowie beim Hagebaumarkt – zusätzliche Container aufzustellen. Dafür müssen die Grundstückseigentümer jedoch ihr Einverständnis erteilen.

“Wie viele Stellplätze mit Altglascontainern gibt es in Friedrichstal?” fragte Schönthal in die Runde. Keiner kam auf die richtige Antwort von neun Standorten. Schönthal bittet darum, nichts auf oder neben die Container zu stellen, wenn diese voll sind. Der nächste Container ist in der Regel nur wenige Hundert Meter entfernt: Vom Hagebau aus, ist der nächste bei Getränke Sauder zu finden, vom Edeka aus in der Robert-Koch-Straße gegenüber der früheren Apotheke. Stadträtin Beate Hauser schlug vor, entsprechende Hinweise an den Containern anzubringen.

Schönthal kündigte außerdem an, dass Suez die recht alten Container teilweise durch neue, ansehnlichere Modelle ersetzen wolle.

Bildquellen

  • Altglascontainer: Martin Strohal

Kommentare

Das selbe Bild bot sich mir vor einigen Wochen auch am Park and Ride Parkplatz bei Blankenloch Nord. Meine zweite Option, die Container am Bahnhof Blankenloch, waren genauso überfüllt.

Auch auf dem Parkplatz beim Supermarkt „Treff“ in Blankenloch, sind die Glascontainer nicht ausreichend und oft überfüllt..
Im neuen Stutensee-Center fehlen die Glascontainer, die davor beim Currywurst-Stand aufgestellt waren.

Am 09.Januar 2018 sind mir beim EDEKA in Friedrichstal die Glasbehälter dadurch aufgefallen, daß sie an den vorderen Seiten überquollen und davor alles mit Glasflaschen auf dem Boden vollgestellt war. Auch auf den Behältern standen zahlreiche Flaschen.
Wenn man sich allerdings die Mühe macht, um die Behälter herum auf die hintere Seite zu gehen, ist man überrascht: keine überquellenden Löcher, man kann sogar noch mühelos Flaschen einwerfen, die dann so tief in den Behälter fallen, daß sie kaputt gehen.
Was ist die logische Schlußfolgerung aus dieser Erkenntnis?
1. nicht allein die zu niedrige Leerungs-Frequenz ist schuld an den im Artikel beschriebenen Zustand, sondern
2. der Hauptgrund: die Dummheit und Faulheit der Flaschen entsorgenden Bevölkerung.
Es ist halt bequemer, die Flaschen einfach auf oder neben den Container zu stellen, anstatt mal zu überlegen, wie man das Problem auf andere Weise lösen könnte.
Leider ist dieses Flaschencontainer-Problem ein exaktes Abbild unserer Gesellschaft, die zu einem Großteil auch aus Flaschen besteht.


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