Pressemitteilung von Stadtverwaltung Stutensee

Gelungene Integration von Flüchtlingen heißt nicht nur, Menschen die deutsche Sprache und Gesetze beizubringen, sondern auch, offen zu sein für deren Kulturen. Am fünften Dezember hatte die Integrationsbeauftragte der Stadt Stutensee, Christiane Seidl-Behrend gemeinsam mit der Flüchtlingsbeauftragten Frau Ernst den ersten jährlichen Umsetzungsbericht des Integrationskonzepts im Ausschuss für Verwaltung und Soziales vorgestellt. Wie Oberbürgermeister Klaus Demal einleitend darstellte, konnten im Jahr 2015 während zwei Integrationskonferenzen, die sich um verschiedene Bereiche der Chancengleichheit und Teilhabe vom Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund drehten, aktuell auf den damals hohen Zugang von geflüchteten Menschen in unserer Kommune reagiert werden und diese Thematik mit eingebunden werden.

Der OB dankte den Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe, ohne die das Ankommen und die Integration in diesem Bereich nicht denkbar gewesen wäre und immer noch unverzichtbar ist, ob beim Sprachtraining, der Hausaufgabenbetreuung, Lernbegleitung, der Fahrradwerkstatt, der Begleitung zu Behörden oder Ärzten, oder manches mehr. Oder wie ein syrischer junger Mann zu seinem Paten sagte: „Wenn ich mit Dir bin, bin ich in Deutschland.“

Im November dieses Jahres begannen zwei Integrationsmanagerinnen des Landratsamtes für die Stadt Stutensee in der sozialen Beratung und Begleitung der anschlussuntergebrachten Flüchtlinge zu arbeiten. Finanziert werden diese Stellen in Baden-Württemberg flächendeckend für zwei Jahre über den Pakt für Integration des Bundes mit den Ländern. Gleichzeitig startete im Oktober das Förderprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“, welches die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Bürgerwerkstatt Stutensee e.V. (MGH) und „Karla e.V. -Sozialpädagogische Hilfen“ bis 2020 durchführen wird.

Erste realisierte Maßnahmen des vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen, und Jugend geförderten Modellprojektes sind Elternbegleitung während des WeltFrauenCafes im MGH, Elternstärkungskurse „Familie sein in Deutschland“ und niederschwelliger „Sprachunterricht Plus“ für Mütter mit kleinen Kindern.

Auch über den Bereich der Unterstützung von geflüchteten Menschen hinaus gibt es viele etablierte Angebote in Stutensee deren Bedarfsorientierung immer überprüft und bei Bedarf aufgestockt wird, wie die Sprachförderung in Kindergärten, für Schülerinnen und Schüler sowie Integrationskurse im MGH. Die Familienzentren Kult Cafe, und MGH sind ohnehin interkulturell ausgerichtet ebenso wie die Vereine, allen voran die Sportvereine die sogar spezielle Angebote einbinden wie beispielsweise der SV Blankenloch mit dem kultursensiblen Schwimmkurs für Frauen.

Quelle: Stadtverwaltung Stutensee

Bildquellen

  • Zwischenbericht Integrationskonzept: Stadt Stutensee
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