Kirchen, Vereine und der Lachwald

Von Martin Strohal | 07.02.2018 21:27 | 3 Kommentare

In ihren Werbeaktionen schreibt die “Allianz für Stutensee” (AfS): “Mit NEIN stimmen Sie auch für die Stärkung von Vereinen, Kirchen und Feuerwehr”. Sie sieht diese Stärkung ihrer Broschüre zufolge darin, dass Vereinswesen, Kirchen und Feuerwehren durch eine aktive ehrenamtliche Bürgergesellschaft getragen werden. Diese werde dadurch unterstützt, dass junge Menschen in Stutensee bleiben, wo sie aufgewachsen sind. Das werde durch ein neues Quartier “Lachwald II” ermöglicht.

Die beiden Bürgerinitiativen “Rettet den Lachwald” und “Lachwald erhalten” sprechen sich hingegen in einer gemeinsamen Pressemitteilung gegen eine solche „Instrumentalisierung“ aus. “Wir fordern die AfS dazu auf, sich auf die eigentliche Abstimmungsfrage beim Bürgerentscheid zu konzentrieren”, so die Bürgerinitiativen. Sie lautet: „Sind Sie dafür, dass der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und der Beschluss des Gemeinderats zur Aufstellung eines Bebauungsplans „Lachwald II“ aufgehoben wird?“

Die Ärzte Gisela und Ulrich Lange zeigen sich in einer Mitteilung an meinstutensee.de ebenfalls über die Aussage der AfS irritiert. Wenn “Nein” zu einer Stärkung führe, so ihr Umkehrschluss, würde “Ja” zu einer Schwächung von Vereinen und Kirchen führen. “Als Christen verwehren wir uns dagegen, mit unserer Ja-Stimme in ein negatives Licht gestellt zu werden, denn für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Stutensee muss der Lachwald nicht abgeholzt werden”, so die Ärzte.

Inzwischen hat sich auch Pfarrerin Sonja Kantus von der evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde in Büchig dazu geäußert. “Ich möchte an dieser Stelle in aller Deutlichkeit sagen, dass es keine offizielle Stellungnahme oder Absprache weder mit der Stadt noch mit den Bürgerinitiativen seitens unserer Kirchengemeinde gegeben hat”, so Kantus auf der Website der Gemeinde. Sie bitte alle, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen und frei nach ihrem Gewissen abzustimmen. Sie wünsche sich einen friedlichen und respektvollen Umgang und einen konstruktiven Austausch zwischen den Positionen.

Aktualisierung 08.02.2018: Inzwischen haben sich alle Stutenseer Pfarrer zu diesem Thema geäußert. Sie schließen sich in ihrer Stellungnahme den Äußerungen von Pfarrerin Kantus an.

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Kommentare

So langsam bekomme ich Brechreiz, wenn ich an die einzelnen Personen dieser selbsternannten Allianz denke.

Es wurde doch eindeutig kommuniziert, daß keine genauen Planungen für diese lächerlichen 30% des Baugebietes existieren.
Man verspricht den Alten barrierefreien, altersgerechten Wohnraum, den mittlereren Verdienern, “bezahlbaren ” Wohnraum. Jetzt wollen die uns auch noch weismachen, die hiergebliebenen Kinder Stutensees würden Kirchen, Feuerwehr und Vereine stärken? Für welche Gruppen steht denn wie viel Wohnraum ur Verfügung?
Das wissen sie selbst nicht. Ich warte noch darauf, daß man sagt, hier würden auch mittellose Astronauten angesiedelt. Diese könnten dann den Sterngucker e.V. ehrenamtlich unterstützen.
Mit diesen billigen Tricks entlarvt sich die Gruppierung, der unser über alles geliebter Oberbürgermeister ja auch angehört.
Es spricht sich herum, daß diese Leute die Bevölkerung scheinbar als komplett verblödet ansehen.
Das wird sich hoffentlich bei der Wahl rächen.
Das ist wirklich nur noch zum fremdschämen.

FH...

Inzwischen gibt es eine offizielle Stellungnahme mehrerer Geistlichen zu diesem Thema, die auffordern “frei nach eigenem Gewissen abzustimmen”. Danke dafür!
http://www.michaelisgemeinde.de/aktuelles/stellungnahme-der-kirchen-zum-buergerentscheid
Echt peinlich, was die AfS hier abliefert. Kein Fettnapf wird ausgelassen…

Ja,Tanja Jörg. Auf den Punkt gebracht. Die Landwirtschaft ist schlecht und schadet der Artenvielfalt . Somit werden wir Landwirte in Stutensee jetzt vor allem Mais anbauen. Das werden so zwischen 4 oder 500 Hektar werden. 4 Haupterwerbsbetriebe.Wenn jeder 100 Hektar säet und den Rest mit anderen Kulturen,sei es Zuckerüben oder Kartoffel bestellt erfüllen wir die 3 Kulturen pro Betrieb,die Vorgeschrieben sind.Dazu die 5 % Greening,die wir als Stillegung bereitstellen,auch Vorgeschrieben. 1 Hektar Mais erzeugt in seiner Lebendszeit von April bis September 3 mal mehr Sauerstoff,als 1 Hektar Wald. Somit ein guter Beitrag .Mais braucht den wenigsten Pflanzenschutz und die wenigste Arbeitszeit überhaupt.1 einzige Bekämpfung des Unkrauts. Mit einem Sulfonylharnstoff,das sich Zuckerkranke spritzen. Aufwandmenge : 0,003 – 0,004 kg / Hektar.Also auf 10000 qm verteilt. Dazu als Formulierungshilfstoff als Rapsöl. Und dann nichts mehr. Somit ein guter Beitrag für die Umwelt.Zum dem erhöht sich der Humusgehalt des Bodens.Da nur die Körner abgefahren werden und die Restpflanze verottet.
Das jeden Tag in Deutschland 65 Hektar verbaut wird,nur in Baden-Württenberg 5,2 Hektar täglich ,das ist für die
Arten nicht so schlimm. Man nimmt ihnen ja nur den Lebendsraum weg. Seit dem Jahre 2000 im Südwesten
ganze 51000 Hektar. Wohn und Gewerbegebiete und natürlich die Straßen. In den 70-und 80 Jahren wurden
viel gifigere Mittel in der Landwirtschaft eingesetzt ,als Heute. E-605 Phosphorester,hoch giftg, Rogor, Metasystox forte, Quecksilber Beizen u.s.w. Und es hatte Insekten und Vögel in Hülle uns Fülle. Aus Körnermais wird Gries gewonnen und Stärke und vorallem Energie.Z.B Biogas ! Wir 4 Landwirte sollten vielleicht eine große Biogasanlage bauen. Der Grüne Strom aus der Dose,die Energiewende in Stutensee ! Biogas.Und natürliche Biogas Gülle ! Aus der Maisstärke kann man Tüten machen,die auf dem Kompost verotten. Die Stärke wird in der Arzneimittelherstellung verwendet. Und die Tiere haben eine lange Deckung über den ganzen Sommer in den Maisbeständen. Also,werden wir in Zukunft alles Schädliche von der Menschheit abwenden. Euer Roggen kommt aus Polen und der Weizen aus Russland,vieleicht bald Biologisch ! Die warten schon auf diesen Tag . Bei denen ist dann alles Bio ! Somit werdet ihr alle sehen,wir kömmen auch anderst. Säe Mais und vereis